Hoeneß über Tuchel: „Hat sich nicht hinterfragt“
Uli Hoeneß stichelt immer noch gegen Thomas Tuchel. Jetzt kritisiert der Münchner Vereinspatron die Teamführung des früheren Bayern-Trainers.
Uli Hoeneß (r) teilt weiter gegen Bayerns Ex-Trainer Thomas Tuchel aus. (Archivbild)David Inderlied/dpa
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Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat einmal mehr gegen den früheren Münchner Trainers Thomas Tuchel ausgeteilt. „Wenn nicht gut gespielt wurde, hat er sich nicht selbst hinterfragt, sondern da war immer die Mannschaft schuld“, sagte der 74-Jährige im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“ von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dagegen mache der aktuelle Bayern-Chefcoach Vincent Kompany „jeden Spieler besser“.
Tuchel habe in seiner Zeit beim deutschen Rekordmeister laut Hoeneß bisweilen gesagt: „Also der rechte Verteidiger, mit dem geht das nicht. Kimmich ist auch nicht so ein guter Spieler. Gravenberch, der jetzt in Liverpool spielt, den kann ich überhaupt nicht gebrauchen. Den Stanisic hat er mal gefragt, ob er Deutsch kann, dabei ist er hier geboren.“ Hoeneß stellte fest: „Das sind alles so Dinge, die nicht gehen.“ Dies sei „der große Unterschied“ von Tuchel zu Kompany.
Tuchel war im März 2023 in einer abrupten Aktion zum Nachfolger von Julian Nagelsmann bei den Münchnern ernannt worden. Am Ende der Saison gewann das Team etwas glücklich den Meistertitel. Im Februar 2024 gaben beide Seiten das Ende der Zusammenarbeit zum Saisonschluss bekannt, allerdings wollten die Bayern später Tuchel noch einmal umstimmen. Inzwischen ist der 52-Jährige Trainer der englischen Nationalmannschaft und hat das Team souverän zur WM geführt.