Hitze und nahende Ferien - DRK ruft zum Blutspenden auf
Nach den heißen Tagen fehlen wichtige Blutspenden. Das macht sich bereits bei den Blutkonserven bemerkbar. Warum die Lage in den nächsten Wochen problematisch werden könnte.
Gesunde Menschen ab 18 Jahren können Blut spenden. (Symbolbild)Bodo Schackow/dpa
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Nach der Hitzewelle ruft der DRK-Blutspendedienst zum Blutspenden auf. „Durch die heißen Tage kamen deutlich weniger Menschen zur Blutspende als notwendig“, teilte ein Sprecher beim DRK-Blutspendedienst NSTOB mit. Der Dienst organisiert die Blutspende in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Hitzewelle sowie die beginnende Sommerreisezeit habe die Situation in der Blutversorgung verschärft.
Daher appellierte der Blutspendedienst, die etwas kühleren Tage zu nutzen, um Blut zu spenden - bevor der Urlaub oder die nächste Hitzewelle kommt. Alle Spendetermine finden Interessierte auf dieser Webseite.
Im ganzen Gebiet werden den Angaben nach täglich bis zu 3.000 Spenderinnen und Spender gebraucht - davon 600 in Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Um die sichere Versorgung im gesamten Gebiet zu gewährleisten, brauchen wir mindestens 10.000 Blutkonserven am Lager - heute liegen wir mit 8.400 Konserven weit darunter, weshalb wir nicht mehr alle Blutgruppen vollumfänglich liefern können“, hieß es vom Sprecher.
Kurze Haltbarkeit von Blut
Eine Spende wird demnach in drei Bestandteile aufgeteilt: Erythrozyten, Thrombozyten und Plasma. Dadurch könne mit einer Spende bis zu drei Menschen geholfen werden. Allerdings ist Blut nicht lange haltbar. So halten Thrombozyten laut DRK lediglich vier Tage, weswegen keine großen Bestände aufgebaut werden können.
Der DRK-Blutspendedienst NSTOB blickt mit Sorge auf die kommenden Wochen - denn schon bald beginnen die Sommerferien. In Thüringen ist bereits am Freitag der letzte Schultag. „Die Blutbestände sind bereits angeschlagen und wir versorgen die Kliniken nur noch aus Reserven“, so der Sprecher. „Nun beginnen zusätzlich die Sommerferien, in denen viele Menschen verreisen - das verschärft die Lage drastisch.“
Zusätzliche Termine geplant
Um dem entgegenzuwirken, seien die Blutentnahme-Teams in der Ferienzeit jeden Tag in einer anderen Region unterwegs, um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zur Blutspende zu bieten. Ein zusätzlicher Termin zur Blutspende, der sich vor allem an Menschen richtet, die das erste Mal spenden, sei etwa am 18. Juli in Erfurt geplant.
Gesunde Menschen ab 18 Jahren können Blut spenden. Bei den Terminen gibt es den Angaben nach ausreichend Getränke sowie einen Imbiss, mit dem sich Spenderinnen und Spender stärken können.