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An Reformplänen für Lehrerausbildung entzündet sich Kritik

Kürzeres Referendariat, mehr Eigenverantwortung: Hessen will die Ausbildung angehender Lehrer neu organisieren. Warum Vertreter der Landtags-Opposition um die Qualität fürchten.

Von dpa

02.09.2026

Hessen plant eine Reform des Referendariats. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

Hessen plant eine Reform des Referendariats. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Die geplante Reform der hessischen Lehrkräfteausbildung stößt bei der Landtagsopposition auf Kritik. Mit einem verkürztem Referendariat bei gleichzeitig mehr eigenverantwortlichem Unterricht werde die Qualität der Ausbildung und die Attraktivität des Lehrkräfteberufs abnehmen, kritisierte der Bildungsexperte der Grünen-Fraktion, Daniel May, in Wiesbaden. Es gehe der Landesregierung darum, Löcher in der Unterrichtsversorgung zu stopfen. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Moritz Promny, gab zu Bedenken, dass schneller nicht automatisch besser sei. 

Der Gesetzentwurf der schwarz-roten Regierungskoalition sieht vor, dass die praktische Phase der Lehrerausbildung nach dem Studium (Referendariat) von 21 auf 18 Monate verkürzt wird. Die Nachwuchs-Pädagogen können demnach künftig rascher eigenverantwortlich unterrichten - und erreichen auch früher die Besoldungsgruppe A 13. In Deutschlands Wettbewerb um gut ausgebildete Lehrkräfte wäre ihr früherer Berufsstart laut Gesetzentwurf ein Vorteil für den Standort Hessen und seine Schulen.

„Bei der von der schwarz-roten Landesregierung betriebenen sogenannten Fortentwicklung der Lehrkräftebildung handelt es sich in Wahrheit um eine Verkürzungs- und Verdichtungsreform“, sagte der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Heiko Scholz. „Weniger Zeit, mehr Inhalte, mehr eigenverantwortlicher Unterricht - und das verkauft uns die Landesregierung als Qualitätssteigerung.“ Wer den Lehrerberuf wirklich attraktiver machen wolle, müsse die Schulen von Bürokratie entlasten.

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