Heidenheims Abstieg rückt näher: „Zieht einen runter“
Heidenheim kämpft, kassiert aber wieder bittere Gegentore – und steht jetzt mit dem Rücken zur Wand. Warum die Spieler trotzdem nicht aufgeben wollen.
Der Abstieg droht: Heidenheim verlor auch in Freiburg.Philipp von Ditfurth/dpa
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Nach dem nächsten Rückschlag im zunehmend aussichtslosen Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga schwindet beim 1. FC Heidenheim die Hoffnung auf die Rettung. „Es fühlt sich scheiße an“, sagte Außenverteidiger Marnon Busch nach dem unglücklichen 1:2 beim Europapokal-Aspiranten SC Freiburg. „Aber seien wir mal ehrlich, das wirft uns jetzt auch nicht mehr um bei all dem, was wir in dieser Saison schon mitgemacht haben.“
In Freiburg trat der Tabellenletzte mutig auf, kassierte aber zwei bittere Gegentore. Sowohl der Schuss von Johan Manzambi zum 1:0 als auch der Abschluss zum 2:1 von Maximilian Eggestein wurden unhaltbar abgefälscht. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Joker Budu Siwsiwadse erzielt.
Schöppner: „Es ist brutal bitter“
„Es ist brutal bitter und zieht einen auch irgendwo runter“, sagte Mittelfeldspieler Jan Schöppner. „Du machst immer wieder ein gutes Spiel, arbeitest dir immer wieder Chancen raus, verteidigst hinten vernünftig, kriegst auch immer wieder einen Fuß dazwischen und trotzdem liegt das Ding dann wieder drin.“ Der 26-Jährige geht davon aus, dass Heidenheim einen Sieg „unbedingt gebraucht“ hätte.
Nun steht am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) ein Duell mit dem FC St. Pauli an, der auf dem Relegationsplatz liegt und bei noch vier ausstehenden Spielen sieben Punkte Vorsprung hat. Danach geht es zu den Bayern.
„Die Chancen sind jetzt deutlich kleiner, es wird brutal schwer“, sagte Schöppner und Trainer Frank Schmidt meinte: „Jeder kann die Tabelle lesen. Wir haben vier Siege aus 30 Spielen geholt - ich glaube, es wäre komisch, wenn ich irgendwelche Vorgaben raushauen würde, was noch möglich ist.“
Jan Schöppner (l) und seine Teamkollegen haben schon sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.Philipp von Ditfurth/dpa
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