Hamburg hebt Tausalzverbot bis zum 13. Februar auf
Verkehrssenator Anjes Tjarks sagt: „Wir wollen, dass alle sicher durch die Stadt kommen.“ Darüber dürften sich besonders gefährdete Fußgänger freuen.
In Hamburg ist der Einsatz von Tausalz vorübergehend wieder erlaubt. (Symbolbild)picture alliance / dpa
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In Hamburg ist der Einsatz von Tausalz auf Nebenflächen ab sofort wieder erlaubt. Wie die zuständige Verkehrsbehörde mitteilte, wurde eine bis zum 13. Februar gültige Allgemeinverfügung erlassen. Damit kann in der Hansestadt klassisches Streusalz verwendet werden, um vereiste Gefahrenquellen zu beseitigen.
Die Stadt reagiere damit „auf den Dauerfrost und die damit verbundenen Gefahren durch Eisplatten und festgetretenen Schnee“, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Schon Anfang des Monats war das Verbot vorübergehend aufgehoben worden.
Hamburg erlebt nach Angaben der Verkehrsbehörde den voraussichtlich kältesten Januar seit 2010. Die Durchschnittstemperatur liegt bei minus 0,4 Grad. Durch den andauernden und zum Teil starken Frost können bestehende Eisplatten nicht abschmelzen und bringen so besonders Fußgänger in Gefahr. Auch kurze Tauperioden mit anschließendem Frost führen zu glatten Verhältnissen, die mit herkömmlichen Mitteln kaum noch zu beseitigen sind. Da auch für die kommenden Tage starker Frost vorhergesagt ist, wurde der Einsatz von Tausalz ab sofort erlaubt.
CDU fordert dauerhafte Aufhebung des Verbots
„Wir wollen, dass alle sicher durch die Stadt kommen – und denken dabei besonders an ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen. Um die Gefahren vereister Wege möglichst gering zu halten, haben wir nun in einer Allgemeinverfügung das in Hamburg geltende Nutzungsverbot von Tausalz für zwei Wochen aufgehoben“, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne).
Die oppositionelle CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft forderte eine dauerhafte Aufhebung des Tausalzverbots. „Der rot-grüne Senat stolpert von einer Notmaßnahme zur nächsten und macht sich mit diesem Zickzackkurs zunehmend unglaubwürdig“, sagte Fraktionschef Dennis Thering.