Verdi ruft in MV zu Warnstreiks im Nahverkehr auf
Wer am Montag Bus fahren will, muss im ganzen Land mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Hintergrund ist ein angekündigter Warnstreik. Auch Schulbusse entfallen.
Die Gewerkschaft Verdi hat in Mecklenburg-Vorpommern zu Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen. (Archivbild)Tom Weller/dpa
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Fahrgäste müssen sich am Montag in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns wegen eines Warnstreiks auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einstellen. Es sei davon auszugehen, dass der Nahverkehr in den betroffenen Regionen weitgehend zum Erliegen komme, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.
Betroffen sind nach Angaben von Verdi die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP), der Nahverkehr Schwerin (NVS), Nahbus Nordwestmecklenburg, Rsag Rostock, Rebus Regionalbus Rostock, Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG), Verkehrsbetrieb Greifswald (VBG), Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) und Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR).
Die Gewerkschaft gehe davon aus, dass mindestens 80 Prozent aller Busse und Straßenbahnen im Nordosten ausfallen, sagte Sascha Bähring, der Verhandlungsführer von Verdi Nord im Tarifstreit, auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Auch Schulbusse fallen aus
Nahbus will nach eigenen Angaben am Montag einen Notbetrieb auf den betroffenen Linien und im Stadtverkehr Wismar einrichten. Der Verkehr werde nach dem Samstagsfahrplan laufen. Schulbusse würden daher nicht fahren. Die Nachtfahrten auf den Linien 14 und 15 entfallen demnach.
Die Stadtverkehrslinie 30 in Grevesmühlen und die Linie 325 in Boltenhagen seien nicht von den Einschränkungen betroffen und sollen am Montag regulär fahren. Auch auf Rufbusse könnten die Menschen ausweichen, allerdings seien die Kapazitäten begrenzt, weshalb es zu Engpässen kommen könne.
Beschäftigte wollen in Lübeck demonstrieren
Der Gewerkschaft zufolge wollen sich die Beschäftigten am Montag um 10.00 Uhr gemeinsam mit Beschäftigten aus Schleswig-Holstein in Lübeck zu einer Demonstration und Kundgebung versammeln. Nach Verdi-Angaben werden mehrere Tausend Menschen erwartet.
Hintergrund sind Verhandlungen über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in diesem Frühjahr in allen Bundesländern. In den Verhandlungen fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.