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Hamburg erneut auf Platz drei im Bildungsmonitor

Warum Hamburg in Sachen Internationalisierung vorn liegt, aber bei Integration und Forschungsorientierung weiter aufholen muss.

Von dpa

14.09.2026

Hamburg landet im Bildungsvergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erneut auf Platz drei. (Symbolbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Hamburg landet im Bildungsvergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erneut auf Platz drei. (Symbolbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Das Bildungssystem von Hamburg hat es aus bildungsökonomischer Sicht im Ländervergleich erneut weit nach vorne gebracht. Im diesjährigen „Bildungsmonitor“ der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) kommt die Hansestadt auf Platz drei. Vor ihr liegen wie im Vorjahr nur Sachsen und Bayern. Schlusslichter sind Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und erneut Bremen.

Bewertung aus bildungsökonomischer Sicht

Die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführte Vergleichsstudie untersucht anhand 98 sogenannter Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. So werden etwa die Bildungsausgaben pro Schüler ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben öffentlicher Haushalte pro Einwohner gesetzt. Verglichen werden zudem die Investitionen in Schulen und Hochschulen, der Betreuungsschlüssel in Bildungseinrichtungen, die Klassengrößen, die Schulabbrecherquote oder die Beteiligung an Ganztagsangeboten. 

Im Fokus stehe, welchen Beitrag das Bildungssystem leiste, um den Wohlstand zu sichern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten, heißt es.

Hamburg punktet bei der Internationalisierung

Hamburg kann der Studie zufolge vor allem bei den Handlungsfeldern Internationalisierung (1. Platz), Betreuungsrelationen, Inputeffizienz und Förderinfrastruktur (jeweils 2. Platz) punkten. So erhielten 2024 etwa nahezu alle Grundschülerinnen und -schüler Fremdsprachenunterricht. Gleiches galt für Berufsschülerinnen und Berufsschüler.

Verbesserungspotenzial besteht der Untersuchung zufolge dagegen vor allem in den Feldern Integration und Forschungsorientierung. So sei etwa der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und dem Bildungserfolg in Mathematik im Vergleich zu anderen Bundesländern relativ hoch. Auch bei der 
Studienberechtigtenquote von ausländischen Jugendlichen an berufsbildenden Schulen schneide Hamburg schlechter ab als der Durchschnitt der Länder.

Unterdurchschnittlicher Wert bei Promotionen und Habilitationen

Im Hochschulbereich weise Hamburg bei der Promotionsquote mit 4,5 Prozent einen unterdurchschnittlichen Wert auf. Gleiches gelte bei den Habilitationen. Zudem lägen auch die eingeworbenen Drittmittel je Professorin und Professor mit 168.000 Euro unter dem bundesdeutschen Durchschnitt mit 187.100 Euro.