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Gewerkschaft protestiert für mehr Sicherheit im Zugverkehr

Auf der Verkehrsministerkonferenz im bayerischen Lindau diskutieren die Politiker über mehr Sicherheit für Bahnbeschäftigte. Die Gewerkschaft EVG verleiht ihren Forderungen vor Ort Nachdruck.

Von dpa

25.03.2026

Mehrere Dutzend EVG-Mitglieder protestieren für mehr Sicherheit für Bahn-Beschäftigte.Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mehrere Dutzend EVG-Mitglieder protestieren für mehr Sicherheit für Bahn-Beschäftigte.Karl-Josef Hildenbrand/dpa

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zum Auftakt der Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Bodensee hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für mehr Sicherheit für Bahnbeschäftigte demonstriert. Mehrere Dutzend Mitglieder versammelten sich bei einer Kundgebung vor dem Tagungsort. 

Die Gewerkschaft fordert unter anderem, dass insbesondere im Regionalverkehr ausnahmslos zwei Zugbegleiter und -begleiterinnen die Tickets kontrollieren und nicht wie oft üblich nur eine Person. 

Flächendeckend Bodycams 

Außerdem will die EVG, dass flächendeckend sogenannte Bodycams mit Tonaufnahme-Möglichkeit für die Beschäftigten zur Verfügung stehen. Diese Themen stehen auf der Tagesordnung der Verkehrsminister und -ministerinnen. Hintergrund ist der tödliche Angriff auf einen 36 Jahre alten Zugbegleiter in einem Regionalzug bei Kaiserslautern Anfang Februar im Rahmen einer Ticketkontrolle. 

Die Bahn hatte kurz danach mehrere neue Sicherheitsmaßnahmen auf den Weg gebracht, darunter das Angebot von Bodycams im Regional- und Fernverkehr sowie an den Bahnhöfen für alle Beschäftigten, die diese Kameras an der Dienstkleidung tragen wollen. 

Das Thema Doppelbesetzung in den Zügen ist derweil zum Streitthema zwischen Bund und Ländern geworden. Wie so oft geht es um die Finanzierung. Die Verkehrsministerkonferenz läuft bis Donnerstag.