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Gedenken an Drogentote - Höchststand erreicht

Sie sind oft jung, risikofreudig – und bezahlen dafür mit ihrem Leben. Bundesweit hat die Zahl der Drogentoten einen Höchststand erreicht. Das gilt auch für Berlin. Organisationen erinnern und mahnen.

Von dpa

21.07.2026

Bundesweit hat die Zahl der Drogentoten einen Höchststand erreicht. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

Bundesweit hat die Zahl der Drogentoten einen Höchststand erreicht. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Für 300 Menschen in Berlin hat der Konsum von Drogen nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung im vergangenen Jahr zum Tod geführt. Das sei ein Höchststand, teilten Suchtberatungsstellen mit. Anlässlich des heutigen internationalen Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende ist in Berlin auf dem Oranienplatz in Kreuzberg eine Gedenkveranstaltung (14.00 Uhr) geplant. Auch in rund 100 weiteren Städten soll an Betroffene erinnert werden, wie es von Beratungsstellen hieß.

Berlins Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) beklagte, dass der Zugang zu Drogen immer einfacher geworden sei. „Die Menge an Drogen, die in unsere Stadt kommen, aus Drogenküchen in der Region und aus Anbaugebieten weltweit, ist erschreckend.“ Umso wichtiger seien niedrigschwellige Angebote. „Unser Ziel als Gesundheitsressort ist es, Menschen frühzeitig zu erreichen und Leben zu retten“, so Czyborra.

Niedrigschwellige Angebote 

Aus Sicht der Beratungsstellen gibt es in Berlin ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Hilfesystem für Menschen, die Drogen konsumieren. Dazu zählen unter anderem Drogenkonsumräumen, mobile Angebote und das deutschlandweit einmaligen Projekt Drugchecking, wo kostenlose Analysen von Drogen erfolgen. Gleichwohl seien so viele Menschen wie nie zuvor in der Hauptstadt an den Folgen des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben.

Das Motto der Veranstaltung am internationalen Gedenktag laute darum „Verändern, um Leben zu retten!“. Wichtig sei es, wissenschaftlich belegte Maßnahmen konsequent umzusetzen, niedrigschwellige Hilfen auszubauen und auf neue Herausforderungen - wie etwa den Konsum von Crack - mit passenden Angeboten zu reagieren, fordern die Organisationen. Besonders hoch sei das Risiko, drogenabhängig zu werden, für Menschen ohne Wohnung oder in prekären Lebensverhältnissen. Hierauf müsse reagiert werden.

Bundesweit sind nach Angaben des Bundesdrogenbeauftragten im vergangenen Jahr 2.150 Menschen infolge des Konsums von Drogen gestorben. Jeder vierte Drogentote war demnach jünger als 30 Jahre. 2024 hatte es 2.137 Drogentote gegeben.

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