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Fehlverhalten von Soldaten? – Ermittlungen in Sachsen-Anhalt

Haben sich Soldaten beim Sanitätsregiment in Weißenfels schwerwiegende Fehltritte geleistet? Die Bundeswehr hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet.

Von dpa

13.10.2026

In Weißenfels wird wegen möglichen Fehlverhaltens von Soldaten ermittelt. (Symbolbild)Daniel Karmann/dpa

In Weißenfels wird wegen möglichen Fehlverhaltens von Soldaten ermittelt. (Symbolbild)Daniel Karmann/dpa

© Daniel Karmann/dpa

Wegen eines möglichen Fehlverhaltens von Soldaten gibt es interne Ermittlungen beim Sanitätsregiment 1 der Bundeswehr in Weißenfels (Sachsen-Anhalt). „Wir können bestätigen, dass uns Hinweise zu möglichen Verstößen im Sanitätsregiment 1 in Weißenfels bekannt sind“, teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums mit. Es seien umfassende Maßnahmen eingeleitet worden, um die Vorgänge lückenlos aufzuklären.

Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RDN) berichtet, dass wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauch und wegen möglichen sexuellen Fehlverhaltens ermittelt werde. Ein Vorgesetzter solle unter Ausnutzung der Hierarchie intime Kontakte zu einer Rekrutin unterhalten haben. Es habe Durchsuchungen in der Sachsen-Anhalt-Kaserne und Vernehmungen gegeben.

Verteidigungsministerium verfolgt „klare Null-Toleranz-Linie“

Das Bundesverteidigungsministerium erklärte, dass aus ermittlungstaktischen Gründen sowie zum Schutz der Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten keine konkreten Auskünfte zu den Verdachtsfällen erteilt werden könnten. Der Sprecher betonte: „Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst und verfolgen hier eine klare Null-Toleranz-Linie.“ Fehlverhalten werde in der Bundeswehr nicht toleriert.

Der Befehlshaber Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Ralf Hoffmann, sagte dem RND: „Sexualisiertes Fehlverhalten und Übergriffe haben in der Bundeswehr keinen Platz – und erst recht nicht im Sanitätsdienst. Gerade dort, wo der Frauenanteil innerhalb der
Streitkräfte besonders hoch ist, tragen wir eine besondere Verantwortung für einen respektvollen und kameradschaftlichen Umgang.“

Ende vergangenen Jahres waren zahlreichen Vorfälle um sexualisiertes Fehlverhalten, Drogen und Extremismus bei Fallschirmjägern im rheinland-pfälzischen Zweibrücken bekanntgeworden. Es wurden Ermittlungen gegen 59 Beschuldigte eingeleitet und bis zum Frühjahr 21 Entlassungen beantragt.

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