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Fall Fabian: Zeuge schildert mutmaßlichen Bestechungsversuch

Im Mordprozess zum Tod des achtjährigen Fabian wurden bereits viele Zeugen gehört. Einer erhebt nun einen schwerwiegenden Vorwurf.

Von dpa

02.07.2026

Die Angeklagte schweigt vor Gericht bislang zu den Vorwürfen.Danny Gohlke/dpa

Die Angeklagte schweigt vor Gericht bislang zu den Vorwürfen.Danny Gohlke/dpa

© Danny Gohlke/dpa

Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat ein Zeuge von einem mutmaßlichen Bestechungsversuch hinsichtlich seiner Aussage berichtet. Er sei im Dezember 2025 auf seinem Grundstück von einer Frau und einem Mann bedroht worden, sagte der 24-Jährige. Sie hätten ihm 5.000 Euro geboten, wenn er schlecht über die Angeklagte aussage. Das habe er strikt abgelehnt. 

Er habe über die Angeklagte aussagen sollen, dass sie keine Kinder möge, ihre Tiere schlecht behandle und psychische Probleme habe. Das stimme aber nicht, so der Zeuge, der die Angeklagte als „beste Freundin“ beschrieb, zu der er immer habe kommen können. Ziel sei gewesen, dass die heute 30 Jahre alte Deutsche angeklagt werde und im Gefängnis lande.

Widersprüche zu vorheriger Aussage

Der Richter erinnerte den Zeugen deutlich und „ganz, ganz dringend“ daran, dass er vor Gericht die Wahrheit sagen müsse. Es gab mehrfach Widersprüche zu einer vorherigen Aussage bei der Polizei, die der Richter ihm auch vorhielt.

Zuvor hatte der Zeuge beantragt, die Öffentlichkeit für seine Aussage auszuschließen. Das lehnte der Richter aber ab. 

Die Angeklagte soll Fabian laut Anklage am 10. Oktober mit sechs Messerstichen getötet und den Leichnam anschließend angezündet haben. Die 30-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen.

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