Erste Teile der Oberweser sind nicht mehr schiffbar
Am Mittwoch wurde es angekündigt, nun ist es Realität: Für Schiffe auf der Oberweser fehlt das Wasser. Eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht.
An immer mehr Pegeln sinkt der Wasserstand. (Archivbild) Friso Gentsch/dpa
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Die Oberweser ist auf ersten Teilabschnitten nicht mehr schiffbar. Der Wasserstand sank in den vergangenen Tagen rapide. Grund dafür ist, dass die Edertalsperre in Nordhessen nicht mehr genug Wasser abgibt.
Die Auswirkungen bekommen unter anderem Tagestouristen zu spüren. So hat die Flotte Weser bereits angekündigt, von Samstag an vorerst keine Linienfahrten mehr zwischen Hameln und Bodenwerder anzubieten. Auch kleine Weserrundfahrten ab Bodenwerder seien nicht mehr möglich. Rundfahrten ab Hameln sollen noch angeboten werden. Die Flotte Weser bietet auf der Oberweser Touristikfahrten an.
In Holzminden fährt die Poller Fähre über die Weser wegen des niedrigen Wasserstandes nur noch mit Einschränkungen. Nur noch maximal 7,5 Tonnen könnten befördert werden, teilte der Landkreis mit. Das könne längere Wartezeiten an den Ufern zur Folge haben.
Sinkender Pegelstand erreicht Hameln
Nach Angaben der Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung (WSV) fiel der Pegelstand in Hann. Münden in der Nacht auf Donnerstag unter das schiffbare Mindestmaß. Den Angaben nach sei dafür ein Pegelstand von 120 Zentimetern notwendig; am Freitagmorgen lag er bei 73 Zentimetern. Auch an späteren Pegeln macht sich die Entwicklung inzwischen bemerkbar. Bis Bodenwerder wurden laut WSV niedrigere Pegelstände gemessen, in den kommenden Stunden soll der Wasserstand in Hameln beginnen, abzusinken.
Um die Oberweser schiffbar zu halten, wird sie eigentlich im Sommer mit Wasser aus der Edertalsperre versorgt. Die aktuelle Füllmenge des Reservoirs liegt allerdings deutlich unter dem langjährigen Mittel: Knapp 40 Milliarden Liter Wasser statt der üblichen rund 153 Milliarden befinden sich dort aktuell. Die Talsperre ist den Angaben nach zu weniger als 30 Prozent gefüllt. Die Edertalsperre gibt daher seit dem frühen Mittwochmorgen nur noch das absolute Mindestmaß an Wasser ab.