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Eisbrecher weiter für Hiddensee-Notverkehr im Einsatz

Die Insel Hiddensee ist weitgehend vom Eis eingeschlossen. Darf ein Eisbrecher Menschen in Notfällen von der Insel holen?

Von dpa

28.01.2026

Der Eisbrecher „Swanti“ soll weiterhin in Notfällen Menschen von und zur Insel Hiddensee bringen.Stefan Sauer/dpa

Der Eisbrecher „Swanti“ soll weiterhin in Notfällen Menschen von und zur Insel Hiddensee bringen.Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

Die Verbindung zur Ostsee-Insel Hiddensee soll nach einem Eisschaden der Fähre „Vitte“ vorerst weiter nur über einen Notverkehr aufrechterhalten werden. Der Eisbrecher „Swanti“ werde ab Donnerstag zwischen Vitte auf Hiddensee und Wittow Süd auf Rügen verkehren, sagte der Geschäftsführer der Reederei, Knut Schäfer. Die Fähre „Vitte“ war am Sonntag leckgeschlagen, vermutlich durch Eisschollen. Sie wurde inzwischen zur Reparatur nach Stralsund geschleppt. 

Ein Verbot der Eisbrecherfahrten mit Passagieren durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) habe am Mittwoch kurzzeitig für Irritationen gesorgt. Diese seien aber am Nachmittag ausgeräumt worden. „Demnach dürfen wir am morgigen Tag aller Voraussicht nach den Notverkehr wieder aufnehmen“, sagte der Geschäftsführer.

Der Eisbrecher, den die Reederei vor zehn Jahren angeschafft hat, kann nach seinen Angaben maximal 20 Personen mitnehmen. Möglich ist die Mitfahrt aber nur in Notfällen, etwa für behandlungsbedürftige Kranke oder vom Eis eingeschlossene Urlauber, die die Insel verlassen müssen.

Normalerweise fährt die Fähre nach Schaprode auf Rügen. Das Fahrwasser nach Wittow Süd werde jedoch meist von einer Strömung vom Eis freigehalten, sagte der Geschäftsführer zur Änderung der Route. Er erwartet, dass sich in den nächsten Tagen wieder mehr Eisschollen im Schaproder Bodden zusammenschieben. „Eisverkehr heißt, wir fahren auf Sicht“, sagte Schäfer.

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