Ein Saumagen in der Warteschleife
Der FCK gewann in Saarbrücken, doch eine bilaterale Wettschuld ist weiter unbeglichen. Nun ist sogar ein Regierungswechsel dazwischengekommen.
Rehlinger (r) und Schweitzer maßen sich schon im Sport - essen sie bald auch einen Saumagen? (Archivbild)Oliver Dietze/Staatskanzlei des Saarlandes/dpa
© Oliver Dietze/Staatskanzlei des Saarlandes/dpa
Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland ringen weiter um das Einlösen einer sportpolitischen Saumagenwette. „Wettschulden verjähren nicht“, betonte die Staatskanzlei in Saarbrücken. Hintergrund ist das DFB-Pokal-Spiel 1. FC Saarbrücken gegen den 1. FC Kaiserslautern vor zwei Jahren.
Saar-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hatte mit ihrer damaligen rheinland-pfälzischen Kollegin Malu Dreyer (beide SPD) gewettet, wer das Südwestderby gewinnt. Der FCK siegte 2:0 - und Rehlinger muss einen Pfälzer Saumagen verzehren. Bei einem FCS-Sieg hätte Dreyer einen saarländischen Schwenker auf den Teller bekommen.
Die Rechte liegen bei FCK-Fan Schweitzer
Allerdings konnte sowohl mit Dreyer als auch mit ihrem Nachfolger Alexander Schweitzer (SPD) kein Termin gefunden werden - und nun hat Gordon Schnieder (CDU) Schweitzer als Regierungschef abgelöst. Die Wette bleibe offen, sagte ein Saar-Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Zwar hat Gordon Schnieder verkündet, gern zu kochen, die angestammten Rechte liegen allerdings sicherlich beim FCK-Fan Alexander Schweitzer.“
Möglicherweise sei die Zuständigkeit für das Einlösen der Wette ja bei Bildung der neuen rheinland-pfälzischen Regierung besprochen worden, fügte er augenzwinkernd hinzu. Rehlinger gehe jedenfalls „von einer zeitnahen Klärung innerhalb der schwarz-roten Koalition in Mainz“ aus.
Saumagen gilt als Pfälzer „Nationalgericht“. Internationale Bekanntheit erlangte die Spezialität aus Schweinefleisch, Brät, Kartoffeln und Gewürzen durch den einstigen Bundeskanzler Helmut Kohl (1930-2017).