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Das große Bayern-Bangen um Kane vor den großen Real-Spielen

Für Freiburg reicht es nicht bei Harry Kane. Das Sprunggelenk bereitet Probleme. Coach Vincent Kompany ist mit Blick auf Madrid trotzdem „eher positiv“. Zumal es auch positive Personal-Updates gibt.

Von Klaus Bergmann und Martin Moravec, dpa

03.04.2026

Harry Kane musste schon beim Länderspiel von England gegen Japan pausieren. Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Harry Kane musste schon beim Länderspiel von England gegen Japan pausieren. Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

© Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Vincent Kompany könnte ein rundum glücklicher Trainer sein, wenn da nicht das schmerzende Sprunggelenk von Harry Kane wäre. Dass der unersetzbare Torjäger dem FC Bayern am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg fehlen wird, nannte Kompany „schade“. Weitaus schlimmer wäre ein Ausfall der Münchner Tormaschine am Dienstag im ersten der zwei Giganten-Duelle mit Real Madrid in der Champions League.

„Harry hat eigentlich gut trainiert bis Sonntag. Dann hat er irgendwann bei der Nationalmannschaft sein Sprunggelenk gespürt. Das hat Einfluss auf das Spiel jetzt in Freiburg. Er wird nicht zur Verfügung stehen“, verkündete Kompany am Karfreitag, um anzufügen: „Trotzdem bin ich eher positiv, was den Dienstag angeht.“ 

Um reine Schonung handele es sich bei Kanes Ausfall bei der Generalprobe im Breisgau nicht, erklärte Kompany: „Ich hätte ihn gerne dabei. Stand heute geht es noch nicht.“ 48 Tore hat Kane in 40 Pflichtspielen für den Rekordmeister in dieser Saison erzielt. In Freiburg könnte Nationalspieler Serge Gnabry den 32 Jahre alten Engländer im Sturmzentrum vertreten, da Nicolas Jackson wegen seiner Rot-Sperre noch einmal fehlt.

Neuer, Pavlovic, Musiala, Davies zurück 

Kompany konnte nach der zweiwöchigen Länderspielpause aber auch mehrere erfreuliche Personal-Updates verkünden. Manuel Neuer kehrt nach seiner zweiten Muskelverletzung an der linken Wade pünktlich vor Real wieder ins Tor zurück. Es sind die ersten Spiele des Kapitäns als 40-Jähriger. Auch Aleksandar Pavlovic, Jamal Musiala und Alphonso Davies sind wieder einsatzfähig. Und sogar Ersatztorwart Jonas Urbig, der vor einer Woche wegen einer Knie-Blessur von der Nationalmannschaft abreisen musste, ist wieder im Training.

„Wir haben die Jungs hoffentlich zum richtigen Zeitpunkt wieder zur Verfügung“, sagte Kompany: „Unser Kader ist ungefähr, wo er sein muss, wenn Harry zurückkommt für die großen Spiele. Wir gehen mit voller Motivation in die letzten zwei Monate“, kündigte der Belgier an. 

Kompany: Jeder muss jetzt maximal liefern

Die Jagd nach dem Triple geht in die entscheidende Phase. Jetzt gehe es nur noch ums Gewinnen, betonte Kompany: „Jeder Spieler muss an sein bestes Niveau herankommen und maximal liefern.“ Das soll auch beim Spiel gegen den Sportclub gelten, der ebenfalls noch in drei Wettbewerben mitmischt.

„Freiburg ist stabil in der Bundesliga und in Europa. Wenn ich ein schwieriges Auswärtsspiel in der Bundesliga auf dem Zettel habe, gehört das in Freiburg dazu“, sagte der Bayern-Coach.

Pünktlich zurück: Manuel Neuer kehrt ins Bayern-Tor zurück. (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

Pünktlich zurück: Manuel Neuer kehrt ins Bayern-Tor zurück. (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

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Angesichts des komfortablen Vorsprungs von neun Punkten auf Borussia Dortmund lässt sich das Königsklassen-Viertelfinale in Madrid aber natürlich nicht ausblenden, wie auch Kompany weiß. „Das Spiel gegen Real ist so groß“, räumte er ein. „Die Vorfreude ist riesig“, bekannte Nationalspieler Joshua Kimmich. 

Premiere mit 40: „Manu ist 100 Prozent fit“

Das gilt besonders für den Kapitän. Manuel Neuer hat noch eine ganz persönliche Rechnung offen mit den Königlichen aus Madrid. Beim Halbfinal-K.o. der Bayern vor zwei Jahren war Deutschlands Rekordtorwart im Estadio Santiago Bernabéu lange der herausragende Mann auf dem Platz - bis er kurz vor Schluss entscheidend patzte. Neuer sinnt auf Wiedergutmachung.

„Manu ist 100 Prozent fit. Und was er diese Woche im Training gezeigt hat, war wieder sein bestes Niveau. Wenn er das in den nächsten Wochen zeigen kann, werden wir alle sehr froh sein“, äußerte Kompany über seinen Kapitän, der vier Wochen pausieren musste und dessen Zukunft über den Sommer hinaus weiter ungeklärt ist.

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