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„Glücklich“ dank Goto: Freiburg springt auf Platz eins

Vorbei an Dortmund, vorbei an den Bayern: Der SC Freiburg übernimmt den Spitzenplatz in der Bundesliga. Cheftrainer Julian Schuster wechselt gegen Schalke die richtigen Spieler ein.

Von Christoph Lother, dpa

11.10.2026

Goto bejubelt das späte Siegtor der Freiburger.Tom Weller/dpa

Goto bejubelt das späte Siegtor der Freiburger.Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Trainer Julian Schuster bejubelte die Tabellenführung so ausgelassen, dass ihm glatt die Kappe vom Kopf rutschte: Mit einem späten Joker-Tor ist der SC Freiburg an den nationalen Größen Borussia Dortmund und Bayern München vorbei auf Platz eins gezogen.

Die Badener bezwangen den FC Schalke 04 trotz langer Unterzahl durch einen Treffer von Keisuke Goto in der 85. Minute mit 2:1 (1:1) und machten sich mit dem Heimerfolg zum Spitzenreiter der Bundesliga. „Wir sind glücklich über diesen Saisonstart“, sagte Matthias Ginter bei DAZN. Vor der Kurve ließen sich Ginter und Co. zu „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufen von den Fans feiern.

Zu den Zielen der Breisgauer fügte der Weltmeister von 2014 an: „Wir haben die letzten Jahre immer europäisch gespielt. Wenn man Leistungssportler ist, ist es logisch, dass man nicht runterwill. Es ist harte Arbeit, noch einen draufzusetzen.“

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Maximilian Eggestein sorgte vor 34.700 Zuschauern für das 1:0 des SC (10.), Adrian Gantenbein erzielte den Schalker Ausgleich (30.). Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Offensivmann Yuito Suzuki (64.) mussten die Freiburger fast eine halbe Stunde lang mit einem Mann weniger auskommen, feierten im achten Pflichtspiel der Saison aber dennoch den siebten Sieg.

Scherhant erneut auffällig

Die erste halbe Stunde gehörte klar den Freiburgern. Derry Scherhant, der zuletzt auch im Dress der Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt hatte, gehörte einmal mehr zu den Aktivposten der Gastgeber. Und der 23 Jahre alte Flügelspieler leitete mit einem Eckball auch die frühe Führung ein.

Frühe Führung: Freiburgs Maximilian Eggestein (l.) staubte ab.Tom Weller/dpa

Frühe Führung: Freiburgs Maximilian Eggestein (l.) staubte ab.Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Einen Kopfball von Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter konnte Schalke-Torwart Lorius Karius in seinem 100. Bundesliga-Spiel zwar noch parieren, beim Nachschuss von Eggestein aus kurzer Distanz war er dann aber machtlos. Igor Matanovic hätte wenige Minuten später erhöhen können, ein Flachschuss des kroatischen Nationalspielers wurde aber gerade noch geblockt (18.).

Schalker Ausgleich aus dem Nichts

Die Gäste waren offensiv zunächst komplett harmlos, kamen dann aber ebenfalls durch eine Standardsituation zum 1:1. Freiburgs Keeper Mio Backhaus faustete den Ball nach einer Ecke direkt vor die Füße von Gantenbein - und der traf mit einem abgefälschten Schuss ins rechte untere Eck. Was für ein Bundesliga-Debüt für den Schweizer nach monatelanger Verletzungspause.

Die Schalker waren von da an deutlich besser in der Partie. Sechs Minuten vor der Pause hätten sie um ein Haar aber ein Eigentor fabriziert. Robin Gosens schoss bei einem Klärungsversuch Mitspieler Nikola Katic ab - von dort flog die Kugel letztlich jedoch zu Schlussmann Karius.

Suzuki fliegt - und ist frustriert

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr schienen die Königsblauen an ihre Chance zu glauben. Stürmer Moussa Sylla ließ eine gute Gelegenheit liegen (59.), dann klärte Freiburgs Matanovic den Ball an die eigene Latte (60.).

Umzingelt: Schalkes Junior Adamu (M.) gegen Ex-Club Freiburg.Tom Weller/dpa

Umzingelt: Schalkes Junior Adamu (M.) gegen Ex-Club Freiburg.Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Und die Freiburger brachten sich selbst noch mehr in Bedrängnis. Suzuki sah nach einem Foul an Soufiane El-Faouzi Gelb-Rot. Der Japaner stapfte frustriert vom Feld und trat dabei noch gegen eine Bande vor dem Kabinengang. Die erste Verwarnung kassierte er, weil er den Ball weggeschossen hatte.

Beide Teams verstärkten in der Schlussphase noch mal ihre Offensive: die Freiburger unter anderem mit Lucas Höler, die Schalker mit Routinier Edin Dzeko. Es war nun eine offene Partie - und den Schlusspunkt setzten tatsächlich die Freiburger. Der eingewechselte Goto köpfte eine Flanke von Joker Vincenzo Grifo ins Tor und ließ den Sport-Club jubeln.

Nach Toren von Eggestein und Goto: Freiburg jubelt über den Heimsieg.Tom Weller/dpa

Nach Toren von Eggestein und Goto: Freiburg jubelt über den Heimsieg.Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

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