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CDU kritisiert Senat nach Vorfall mit Wolf in Altona

Nach einem Wolfsangriff in Hamburg fordert die CDU konsequente Maßnahmen. Was die Partei dem Senat vorwirft und wie die Behörden auf den Vorfall reagieren.

Von dpa

31.03.2026

Ein Wolf verletzt eine Frau in der Einkaufsmeile Große Bergstraße. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa

Ein Wolf verletzt eine Frau in der Einkaufsmeile Große Bergstraße. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Nach dem Angriff eines Wolfs mitten in Hamburg-Altona hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion ein Wolfsmanagement gefordert. „Die schockierenden Ereignisse in Altona machen deutlich, dass auch Hamburg dringend ein Wolfsmanagement braucht“, sagte der CDU-Jagdexperte Ralf Niedmers. Die Sicherheit der Menschen müsse immer an erster Stelle stehen. „Hamburg braucht jetzt konsequente jagdliche Maßnahmen, um gefährliche Begegnungen in Hamburg zukünftig zu verhindern.“

Der Angriff des später eingefangenen Wolfs hat laut den Behörden in Hamburg-Altona in der Nähe eines Ikea-Marktes stattgefunden. Wie es zu dem Vorfall mit einer Frau kam, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde. Das Tier - nach Angaben der Behörden ein Wolf - war am späten Abend in der Hamburger Innenstadt eingefangen worden: Am Anleger an der Binnenalster zog die Polizei das Tier mit einer Schlinge aus dem Wasser, wie ein Sprecher des Lagezentrums am Abend schilderte. 

Die CDU-Fraktion warf dem rot-grünen Senat vor, die Gefahr durch Wölfe falsch eingeschätzt zu haben. „Erst kürzlich haben SPD und Grüne einen Antrag der CDU in der Bürgerschaft abgelehnt, den Wolf unverzüglich in das Hamburger Jagdrecht aufzunehmen“ Völlig unverständlich sei auch, dass Hamburg am vergangenen Freitag im Bundesrat bei der Abstimmung über die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz seine Zustimmung verweigert habe.