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Beschäftigte der Grube Teutschenthal schlagen Alarm

Die Grube Teutschenthal ist insolvent. Beschäftigte drängen die Landesregierung nun zum Handeln. Das Land sieht zumindest bei der Entsorgung keinen Notstand.

Von dpa

25.08.2026

Beschäftigte der insolventen Grube Teutschenthal fordern von der Landesregierung schnelles Handeln. (Archivbild) Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Beschäftigte der insolventen Grube Teutschenthal fordern von der Landesregierung schnelles Handeln. (Archivbild) Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

© Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Beschäftigte der insolventen Grube Teutschenthal im Saalekreis haben sich mit einem Hilferuf an die Landesregierung gewandt. In dem ehemaligen Kali- und Salzbergwerk werden heute unter anderem Rückstände aus Müllverbrennungsanlagen und der Industrie eingelagert.

In einem Brandbrief an Ministerpräsident Sven Schulze sowie Finanz- und Wirtschaftsminister Michael Richter (beide CDU) fordern die Beschäftigten schnelle Entscheidungen für die Zukunft der Grube. „Wir fühlen uns nicht gehört!“, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet. Die Insolvenz bedrohe rund 90 Arbeitsplätze.

Land sieht keinen Entsorgungsnotstand

Das Land hält die Sorgen der Beschäftigten für nachvollziehbar. Einen Engpass bei der Entsorgung befürchtet die Landesregierung allerdings nicht. Es bestünden ausreichend Kapazitäten, ein Entsorgungsnotstand sei nicht erkennbar, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit.

Nach Angaben der Belegschaft wird in Teutschenthal bis zu ein Drittel der Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen Sachsen-Anhalts entsorgt. Die Stoffe werden in rund 700 Metern Tiefe eingelagert.

Entscheidung Anfang Oktober erwartet

Die GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH hatte Ende Juli Insolvenzantrag gestellt. Die Belegschaft verweist auf stark gestiegene Kosten für die langfristig sichere Verwahrung von Altlasten. Zugleich heißt es in dem Brief, eine „tragfähige Lösung“ liege auf dem Tisch.

Wegen der Insolvenz verhandelt das Land nach eigenen Angaben nicht mehr mit der GTS. Wie die Altlastensanierung künftig organisiert wird, ist offen. Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft weiterhin eine wirtschaftliche Fortführung des Unternehmens. Mit einer Entscheidung wird Anfang Oktober gerechnet.

Die Beschäftigten drängen auf schnelles Handeln. „Jeder weitere Aufschub verschärft die Unsicherheit für uns, unsere Familien und die Zukunft der Grube Teutschenthal“, heißt es in dem von zahlreichen Beschäftigten unterzeichneten Brief.

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