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Softwarepanne sorgt für Zahlungsprobleme bei Behörden

Eine Software-Umstellung hat in Sachsens Behörden Probleme verursacht. Wie konnte es dazu kommen - und was sagt das zuständige Landesamt?

Von dpa

12.03.2026

Laut MDR-Bericht haben Einrichtungen und Behörden in Sachsen monatelang mit Zahlungsproblemen wegen einer Softwarepanne gekämpft. (Symbolbild)Robert Michael/dpa

Laut MDR-Bericht haben Einrichtungen und Behörden in Sachsen monatelang mit Zahlungsproblemen wegen einer Softwarepanne gekämpft. (Symbolbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

IT-Probleme haben in Sachsens Behörden und Einrichtungen zu Problemen bei der Zahlungsverwaltung geführt. Grund dafür ist nach Informationen der Investigativ-Redaktion des Mitteldeutschen Rundfunks eine Software-Umstellung. In der Folge hätten Zahlungsein- und -ausgänge monatelang nicht wie gewohnt bearbeitet und zugeordnet werden können. 

Den MDR-Recherchen zufolge waren zahlreiche Einrichtungen betroffen: Die Zentrale Bußgeldstelle hat demnach einen Stopp aller Mahnverfahren verhängt. Mehrere Hochschulen konnten die Zahlung fälliger Semesterbeiträge nicht nachvollziehen. Auch bei Überweisungen ins Ausland habe es Probleme gegeben, weil in dem neuen Programm die Währung falsch erfasst wurde.

Landesamt: Schwierigkeiten inzwischen abgestellt

Das Landesamt für Steuern und Finanzen teilte auf Anfrage mit, dass bei der Einführung eines neuen Systems Schwierigkeiten aufgetreten seien. Diese seien inzwischen abgestellt. Es gebe noch „einzelne Probleme“, an deren Beseitigung ein Kompetenzteam mit Hochdruck arbeite. 

„Die Zahlungsfähigkeit des Freistaates war durch diese Schwierigkeiten zu keiner Zeit beeinträchtigt“, betonte das Amt. Der Freistaat sei allen seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. Die Umstellung auf das neue System sei umfangreich und sehr komplex.

Die Probleme an den Hochschulen hätten rechtzeitig gelöst werden können, damit die Studierenden zum neuen Semester wieder immatrikuliert werden konnten. Gehaltszahlungen für Bedienstete seien korrekt geleistet worden. Einzelne Ausfälle seien nachgeholt worden. 

Bei zehn von 300 Auslandsüberweisungen sei die Währung nicht korrekt gewesen. Man stehe in Kontakt mit den Empfängern, um die Zahlungen zu korrigieren.