dpa

Ausmaß des Datenabflusses an Uni Halle offen

51.000 Bewerbungen könnten nach dem Hackerangriff auf die Universität Halle betroffen sein – darunter Namen, Adressen und private Kontaktdaten. Was genau abgeflossen ist, bleibt vorerst offen.

Von dpa

20.10.2026

Die Uni Halle untersucht weiter, welche Daten Hacker bei einem Angriff einsehen konnten – auch Bewerbungsdokumente waren zugänglich. (Archivbild)Sebastian Willnow/dpa

Die Uni Halle untersucht weiter, welche Daten Hacker bei einem Angriff einsehen konnten – auch Bewerbungsdokumente waren zugänglich. (Archivbild)Sebastian Willnow/dpa

© Sebastian Willnow/dpa

Nach dem Hackerangriff auf die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist das Ausmaß des Datenabflusses weiter offen. Die Uni hatte am Freitag mitgeteilt, Unbefugte könnten auf etwa 51.000 Bewerbungen für das Sommersemester 2026 und das Wintersemester 2026/2027 zugegriffen haben. Auf der Website der Hochschule heißt es, die Untersuchungen zum genauen Umfang des Vorfalls dauerten an. Unklar ist demnach vorerst, ob die abgerufenen Daten veröffentlicht worden sind. 

Zu den Angaben gehören laut Universität Namen, Adressen, Telefonnummern, private E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Angaben zum Bewerbungsverfahren. Zudem waren hochgeladene Bewerbungsdokumente zugänglich. Welche genau, nennt die Hochschule nicht. 

Auch Lebensläufe und Abizeugnisse betroffen?

Die Co-Vorsitzende des Studierendenrats, Anna Zobler, geht davon aus, dass Lebensläufe und Abiturzeugnisse dazugehören könnten. Die Universität hatte nach eigenen Angaben nach Bekanntwerden des Vorfalls am vergangenen Mittwoch einen Krisenstab eingerichtet, Strafanzeige erstattet und die zuständigen Behörden informiert. Die Betroffenen würden fortlaufend informiert.

Karte