Alle Berliner Badestellen „zum Baden geeignet“
Der Abkühlung im Wasser steht nichts im Wege: Die Badegewässerqualität in Berlin ist gut. Nur an einigen Stellen gibt es Hinweise zu beachten.
Alle offiziellen Berliner Badestellen sind zum Baden geeignet. (Archivbild)Britta Pedersen/dpa
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Alle offiziellen Berliner Badestellen sind dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) zufolge zum Baden geeignet. Auf dessen Liste der 39 Badestellen ist die Badegewässerqualität mit Grün angezeigt. Die Wassertemperatur beträgt an den meisten mehr als 20 Grad.
Die Temperatur erhöht an einigen Badestellen allerdings das Risiko für das Ausschwärmen von Zerkarien. Das sind ein Millimeter große Larven von Saugwürmern, die normalerweise in inneren Organen von Wasservögeln leben und durch Vogelkot ins Wasser gelangen.
Badende können als Fehlwirte befallen werden, schreibt das Lageso. Bei sensiblen Personen könne es innerhalb weniger Stunden zu Hautreizungen kommen. Bei einer sogenannten Badedermatitis entstehen Quaddeln und Papeln, also Hautknötchen, die stark jucken und bis zu drei Wochen bleiben können.
Teilweise Risiko für Badedermatitis erhöht
Am Strandbad Wannsee, Strandbad Friedrichshagen, an der Krumme Lanke, dem Kleinen Müggelsee, am Strandbad Müggelsee und am Schlachtensee ist das Risiko für das Ausschwärmen von Zerkarien bei einer Wassertemperatur über 20 Grad kurzzeitig erhöht, heißt es auf der Seite des Lageso. Vor allem Kinder sollten längere Aufenthalte im Flachwasserbereich vermeiden. Nach dem Baden sollte die Haut außerdem kräftig mit einem Handtuch abgerubbelt werden und nasse Badebekleidung ausgezogen werden.
Unter anderem am Schlachtensee ist das Risiko für das Ausschwärmen von Zerkarien erhöht. (Archivbild)Christophe Gateau/dpa
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Am Tegeler See kommen laut Lageso mit Wasserpflanzen vergesellschaftete toxinbildende Cyanobakterien (Blaualgen) vor. Wasserpflanzenansammlungen am Ufer sollten daher gemieden werden.
Alle 14 Tage Untersuchung der Gewässer
An den offiziell ausgewiesenen Badestellen wird zwischen Mitte Mai und Mitte September im Abstand von 14 Tagen die Qualität der Gewässer überwacht. Dazu finden dem Lageso zufolge mikrobiologische und physikalisch-chemische Untersuchungen statt, außerdem wird das Algenwachstum überwacht. Kommt es im Zuge der Badegewässerüberwachung zu einer Überschreitung von Grenzwerten, werden direkt neue Untersuchungen veranlasst und eine entsprechende Warnung veröffentlicht.
Weitere Gewässer werden vierwöchentlich beprobt, schreibt das Lageso. Werden bestimmte Anforderungen an die EU-Badegewässerrichtlinie nicht eingehalten, können Warnungen, Empfehlungen oder Badeverbote ausgesprochen werden.