Agrofert plant Millioneninvestition in Wittenberg
Sven Schulzes erste Auslandsreise als Ministerpräsident hat nach Prag geführt. Im Mittelpunkt: die Chemieindustrie und Investitionen.
Die Landesregierung will die Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt stärken. (Archivbild)picture alliance / ZB
© picture alliance / ZB
Der tschechische Konzern Agrofert plant Millioneninvestitionen im Agro-Chemie Park Piesteritz in Lutherstadt Wittenberg. In diesem Jahr sollen rund 50 Millionen Euro für Projekte der SKW Stickstoffwerke Piesteritz ausgegeben werden, außerdem soll der zum Konzern gehörende Backwarenhersteller Lieken 70 Millionen Euro bekommen, um seine Produktionskapazitäten auszubauen, teilte die Staatskanzlei mit. Die erste Auslandsreise von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) führte nach Prag. Dort trafen er und eine Wirtschaftsdelegation die Agrofert-Geschäftsführung.
Das Unternehmen hat den Angaben nach seit 2005 mehr als 1,6 Milliarden Euro in seinen Standort in Wittenberg investiert. Im Agro-Chemie Park Piesteritz arbeiteten rund 2.500 Menschen, darüber hinaus hingen etwa 10.000 Jobs in der Region von dem Standort ab.
Agrofert ist Gesellschafter der SKW Stickstoffwerke Piesteritz, einem Düngemittelwerk. „Unser Ziel ist klar: Wir müssen die Grundstoffchemie in Sachsen-Anhalt erhalten und gleichzeitig Rahmenbedingungen für neue Investitionen ermöglichen“, erklärte Ministerpräsident Schulze.