AfD-Spitzenkandidat: Leistungsgedanken an Schulen stärken
Wachmänner mit Tränengas auf Schulhöfen? Die Debatte um Sicherheit und Leistung an Schulen ist auch Thema des Wahlkampf-Duells der Spitzenkandidaten von AfD und CDU.
Will eine verpflichtende Empfehlung für die Schullaufbahn jedes Kindes: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Hendrik Schmidt/dpa pool/dpa
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Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund angekündigt, im Fall einer Regierungsübernahme in den Schulen den Leistungsgedanken wieder in den Vordergrund zu stellen. Außerdem müsse es wieder eine verpflichtende Empfehlung für die Schullaufbahn jedes Kindes geben, sagte er in einem von „Volksstimme“ und „Mitteldeutscher Zeitung“ veranstalteten Duell mit dem amtierenden Regierungschef Sven Schulze. „Das heißt, dass nicht ein Gefühl darüber entscheidet, wohin man seinen Lebensweg gestalten sollte, sondern wirklich die Realität, die Noten.“
Zudem beklagte Siegmund, dass es etwa in Magdeburg-Neustadt und anderen Stadtteilen große Gewaltprobleme an Schulen gebe, „die Lehrer an den Rand der Verzweiflung bringen, weil es auch wenig Sanktionsmöglichkeiten gibt“. Vorschläge des kulturpolitischen Sprechers der AfD im Landtag, Hans-Thomas Tillschneider, auf Schulhöfen Wachmänner mit Tränengas zu postieren, nannte Siegmund „eine satirische Überspitzung“.
Schulze sagte dazu: „Ich möchte nicht, dass aus der Staatskanzlei heraus die Anweisung kommt, dass auf jedem Schulhof jemand mit Tränengas steht und dann einschreitet, wenn Schüler in irgendeiner Form einen Konflikt miteinander haben. Das möchte ich definitiv nicht.“ Siegmund entgegnete: „Wir sehen das doch gar nicht für jede Schule. Wir sehen es für Problemschulen.“