Ärger um Heizöl-Lieferungen landet bei Verbraucherschützern
Top-Thema bei Energieberatungen in der Verbraucherzentrale bleibt der Heizungstausch. Doch im Zuge des Iran-Krieges melden sich vermehrt Kunden mit Problemen bei Lieferverträgen für Heizöl.
Die Verbraucherzentrale Thüringen hat mehr rechtliche Beratungen zu Heizöllieferungen. Teils springen die Lieferanten ab und versuchen, von Verträgen zurückzutreten. (Symbolbild)Christian Charisius/dpa
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Die Thüringer Verbraucherzentrale verzeichnet angesichts gestiegener Energiepreise zunehmend Probleme bei der Lieferung von Brennstoffen. Demnach meldeten sich mehr Menschen bei den Experten, weil Lieferanten versuchten, von Verträgen zurückzutreten. „Zum Beispiel: Die Leute haben Heizöl bestellt am Anfang des Jahres - noch bevor der Krieg begonnen hat“, erläutert ein Sprecher einen klassischen Fall. Damals waren die Preise wesentlich niedriger. Nun teile der Händler mit, dass er vom Vertrag zurücktritt. „Was ja so nicht geht“, so der Sprecher.
Trotz des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise verzeichnet die Verbraucherzentrale aber keine erhöhte Nachfrage bei Beratungen zur energetischen Sanierung. „Das ist noch nicht durchgeschlagen“, sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale auf Nachfrage.
Dauerbrenner bei den Beratungen im Bereich Energie und Sanierung sei weiterhin der Heizungstausch. Man habe sich darauf eingestellt, dass die Nachfrage im Zuge des Iran-Krieges noch einmal ansteige. Es gebe bei vielen Menschen aber eine gewisse Unsicherheit, wie es mit der Förderung und dem sogenannten Heizungsgesetz im Detail weitergeht. „Wenn man sich für so eine Investition entscheidet und eine Heizung dann 20, 25 Jahre halten soll, dann will man natürlich genau wissen, wie die Konditionen sind“, so der Sprecher.