50 Bäume für alten Eisenbahnviadukt in Leipzig
Feldahorn, Hainbuche oder Schnurbaum: Im Leipziger Osten wird ein altes Eisenbahnviadukt mit Bäumen bepflanzt. Wie dort Schritt für Schritt ein Weg zum Spazieren entsteht.
Im Leipziger Osten wird ein alter Viadukt bepflanzt.Jan Woitas/dpa
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In Leipzig entsteht auf einem denkmalgeschützten Viadukt ein neues Freizeitgelände. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, werden dafür derzeit 50 Bäume auf dem Bauwerk gepflanzt. Zusammen mit Stauen, Gräsern sowie Beleuchtung und Bänken soll aus der früheren Eisenbahnanlage im Leipziger Osten ein Weg zum Flanieren und Spazieren werden.
Den Angaben zufolge werden auf dem alten Bahndamm „Parkbogen Ost“ besonders robuste Arten, wie Feldahorn, Hainbuche oder Schnurbaum eingesetzt. Damit die Bäume nicht beschädigt werden, werden sie erst mit einem Kran auf den Viadukt gehoben und dann in speziell entwickelte Kübel gepflanzt.
Neben den Bäumen sollen in Zukunft auch rund 6.500 Stauden und Gräser sowie 90 Sträucher das Areal zieren, hieß es. Beleuchtung, Sitzbänke und Rampen als Zugang zum Viadukt sollen nach Angaben der Stadtverwaltung bis Herbst 2026 fertiggestellt werden.
Auf einem alten Eisenbahnviadukt im Leipziger Osten werden Bäume gepflanzt.Jan Woitas/dpa
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Alte Infrastruktur wird für Erholungszwecke umgebaut
Leipzigs Umweltdezernent Heiko Rosenthal betonte die Bedeutung des neuen Geländes. „Die Anpassung an den Klimawandel und der Artenrückgang erfordert innovative, widerstandsfähige und nachhaltige Lösungen in der Freiraumgestaltung“, sagte der Linke-Politiker. „Das Besondere an diesem neuen grünen Stadtraum ist, dass wir nicht mehr genutzte Infrastruktur neu denken und weiterentwickeln.“
Der „Parkbogen Ost“ ist ein Stadtentwicklungsprojekt im Leipziger Osten. Auf einer alten Bahntrasse soll bis Ende 2026 ein Erholungsgebiet mit Sitz- und Liegeflächen entstehen. Die Gesamtkosten für die Arbeiten an dem Eisenbahnviadukt belaufen sich laut Stadt auf rund acht Millionen Euro.