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281 Mukoviszidose-Diagnosen bei Neugeborenen

Mit wenigen Tropfen Blut können Neugeborene auf bestimmte Krankheiten untersucht werden - damit im Ernstfall schnell mit Therapien begonnen werden kann. Gerade bei Mukoviszidose hat sich das bewährt.

Von dpa

30.08.2026

Die Gesundheitsministerin betont die Bedeutung des Neugeborenen-Screenings. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

Die Gesundheitsministerin betont die Bedeutung des Neugeborenen-Screenings. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

Im Rahmen des Neugeborenen-Screenings auf bestimmte Krankheiten ist in Bayern in den vergangenen zehn Jahren bei 281 Kindern Mukoviszidose diagnostiziert worden. Die vor zehn Jahren bundesweit eingeführte Untersuchung auf die Erbkrankheit habe sich damit bewährt, betonte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Bei den betreffenden Kindern habe damit frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden können.

Mukoviszidose ist eine erbliche Krankheit. Eine Genveränderung führt dazu, dass sich zähflüssiger Schleim in den Atemwegen und Organen bildet, die sich dauerhaft entzünden. Häufig ist die Funktion der Bauchspeicheldrüse eingeschränkt. Bei schweren Verläufen kann infolge von wiederholten Lungenentzündungen die Lungenfunktion erheblich beeinträchtigt werden. Zurzeit gibt es keine Heilungsmöglichkeit. Allerdings können Krankheitsfolgen durch verschiedene Therapieansätze verbessert oder gelindert werden, sodass die Lebenserwartung der Patienten inzwischen kontinuierlich gestiegen ist.

Gerlach: Neugeborenen-Screening kann Kinderleben retten

„Das Neugeborenen-Screening ist eine echte Erfolgsgeschichte der Präventivmedizin. Es kann Kinderleben retten“, betonte Gerlach. Eine frühzeitige Diagnose sei gerade bei Mukoviszidose von entscheidender Bedeutung. „Denn sie ermöglicht einen schnellen Therapiebeginn - oft bevor erste Krankheitszeichen auftreten. So können die Lebensqualität und die Entwicklung der betroffenen Kinder nachhaltig verbessert werden.“

Die Untersuchung auf Mukoviszidose ergänzt seit dem 1. September 2016 das Neugeborenen-Screening auf angeborene Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Dabei werden den Babys am zweiten oder dritten Lebenstag wenige Tropfen Blut aus der Ferse entnommen und im Labor untersucht. Die Teilnahme am Neugeborenen-Screening ist freiwillig und setzt die Einwilligung der Eltern voraus. Die allermeisten stimmen zu: In Bayern werden seit Jahren rund 99 Prozent aller Neugeborenen im Rahmen des Screenings untersucht.

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