1. FC Nürnberg stellt Startrekord ein - Stürmer Zoma bleibt
Mit dem 1. FC Nürnberg muss man in dieser Saison im Aufstiegskampf rechnen. Das verdeutlicht nicht nur der Sieg gegen Arminia Bielefeld. Die Franken beenden auch die Spekulationen um ihren Topstürmer.
Die Nürnberger hatten bei ihrem Flutlichtspiel beste Laune.Daniel Karmann/dpa
© Daniel Karmann/dpa
Der selbstbewusst auftrumpfende 1. FC Nürnberg hat im Duell der Aufstiegsexperten mit Arminia Bielefeld seinen vereinseigenen Startrekord in der 2. Fußball-Bundesliga von vor 27 Jahren eingestellt. Die im Abschluss extrem coole Mannschaft von Trainer Miroslav Klose feierte beim 4:1 (3:0) ihren dritten Sieg und unterstrich als Spitzenreiter ihre Ambitionen im Aufstiegskampf.
Ein wichtiges Zeichen ist dabei der Verbleib des umworbenen Stürmers Mohamed Ali Zoma, der von Sportvorstand Joti Chatzialexiou für diese Transferperiode für unverkäuflich erklärt wurde. „Heute ist unser Deadline Day“, versicherte der Nürnberger Funktionär - und erklärte den Verbleib von Zoma.
Doppelpack von Markhiev
Vor 36.269 Zuschauern erzielte der gebürtige Italiener in der elften Minuten mit einem herrlichen Solo die Führung. Kurz vor der Mittellinie bekam Zoma den Ball von Finn Becker, zog einen Sprint an, ließ Maxi Bauer aussteigen und markierte trocken ins Eck sein viertes Saisontor.
Topstürmer Mohamed Ali Zoma bleibt diese Saison in Nürnberg.Daniel Karmann/dpa
© Daniel Karmann/dpa
Eine Flanke von Becker versenkte Tim Janisch (22.) dann volley. Die im Schnitt gerade einmal 22,7 Jahre alte Nürnberger Startelf kontrollierte das Geschehen auf dem Rasen. Mit einem von Stefano Russo abgefälschten Schuss aus rund 25 Metern machte der bärenstarke Adam Markhiev (38.) zur Halbzeit schon alles klar. Der Taktgeber im Nürnberger Mittelfeld legte bei einem vor seine Füße geklärten Kopfball von der Strafraumgrenze sogar noch nach (67.).
Ein Heber aus mehr als 40 Metern
Und die Bielefelder, die wie auch die Nürnberger jeweils achtmal in die Bundesliga aufgestiegen sind? Sie konnten zunächst bei ihren wenigen Chancen Schlussmann Jan Reichert, der am Dienstag Vater eines Jungen geworden war, weder kurz vor der Halbzeit (39., 44.), noch in einer kurzen Drangphase direkt nach dem Seitenwechsel bezwingen. Erst der eingewechselte Marius Wörl (67.) überwand mit einem Heber aus mehr als 40 Metern den vor seinem Tor stehenden Keeper.
⏰ 45+3'
— 1. FC Nürnberg (@1_fc_nuernberg) August 29, 2026
Halbzeit. UND WAS FÜR EINE! Erstmal klarkommen jetzt.
⚽ 3:0 | #FCNDSC | #fcn pic.twitter.com/2fPet3Q9zy
In dieser Verfassung sind die Nürnberger ein Kandidat, um auch über den dritten Spieltag hinaus ganz oben mitzuspielen. Ein Rekord ist aber keine Garantie. In der Saison 1999/2000 war der Club ebenfalls mit drei Dreiern gestartet, die Rückkehr ins Oberhaus schaffte er damals jedoch nicht.