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Volksinitiative sammelt 28.000 Stimmen für Olympia-Bewerbung

Die Volksinitiative zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele setzt die Politik in Bewegung. Das Abgeordnetenhaus wird noch vor den Sommerferien eine Entscheidung verkünden.

Von dpa

12.01.2026

Die Volksinitiative sammelte mehr Stimmen als gefordert.Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Die Volksinitiative sammelte mehr Stimmen als gefordert.Sebastian Christoph Gollnow/dpa

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Die Volksinitiative zur Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele hat mit über 28.000 gesammelten Stimmen einen Beschluss im Abgeordnetenhaus herausgefordert. „Wir haben jetzt eine Diskussion im Berliner Parlament nicht nur in der Frage der Spiele für Berlin“, sagte LSB-Präsident Thomas Härtel bei der Übergabe der drei Umzugskisten an den Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses, Dennis Buchner (SPD). 20.000 Unterschriften hätten für einen Beschluss ausgereicht.

Fünf Forderungen sind an den Beschluss geknüpft, die Härtel im Foyer des Abgeordnetenhauses skizzierte: „Der Weg dahin ist auch das Entscheidende. Wir wollen etwas für eine bewegte Stadt tun, für mehr Sportunterricht, für mehr Bewegung in der Kita und in der Schule, für sanierte Sportanlagen, Unterstützung des Ehrenamtes und einen Fond für den Breitensport.“

Entschluss „deutlich vor Sommerpause“

In den kommenden zwei Wochen werden die Stimmen geprüft, danach werden die Forderungen der Volksinitiative den zuständigen Fachausschüssen überwiesen, anschließend wird im Plenum beraten. 

„Die Initiative bekommt hier Gelegenheit zur Anhörung und dann wird das Abgeordnetenhaus einen Beschluss fassen, der unterstützend oder eben nicht unterstützend ausfallen wird“, sagte Buchner, der damit rechnet, dass dieser Beschluss „deutlich vor der Sommerpause“ gefasst werden wird.

Sollte der Beschluss ablehnend ausfallen, hätten die Olympia-Befürworter die Chance, 175 000 Unterschriften zu sammeln, „die dann gegebenenfalls einen Volksentscheid auslösen können“, sagte Buchner.

Finale Entscheidung des DOSB im September 2026

Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September 2026 in Baden-Baden getroffen werden. Offen ist, ob der DOSB sich für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. Knapp eine Woche zuvor finden die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus statt. 

Neben der Volksinitiative des LSB planen Olympia-Kritiker ein Volksbegehren. Die Initiative „NOlympia Berlin“ will damit Spiele in Berlin verhindern. Ein möglicher folgender Volksentscheid könnte wohl frühestens 2027 stattfinden – also nach der Entscheidung des DOSB über eine deutsche Bewerberstadt.

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