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Iranische Fußballerinnen in Australien eingebürgert

Im Iran galten sie wegen eines stillen Protests als Verräterinnen, in Australien fanden sie nach dem Asien Cup Schutz. Nun sind zwei iranische Fußballerinnen offiziell eingebürgert worden.

Von dpa

06.08.2026

Nach dem Asien Cup hatten zunächst sieben iranische Spielerinnen Asyl beantragt - fünf kehrten aber später in die Heimat zurück. (Archivbild)Dave Hunt/AAP/dpa

Nach dem Asien Cup hatten zunächst sieben iranische Spielerinnen Asyl beantragt - fünf kehrten aber später in die Heimat zurück. (Archivbild)Dave Hunt/AAP/dpa

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Ihre Heimat haben sie hinter sich lassen müssen, nun haben sie eine neue gefunden: Die iranischen Fußballerinnen Fatemeh Pasandideh (22) und Atefeh Ramezanisadeh (34), die während des Asien Cups Asyl in Australien beantragt hatten, sind australischen Medienberichten zufolge eingebürgert worden. Bei einer feierlichen Zeremonie in Brisbane bekamen sie bereits am Mittwoch in einer Zeremonie mit Innenminister Tony Burke ihre neuen Dokumente überreicht.

Die beiden gehörten zu einer Gruppe von insgesamt sieben Teammitgliedern, die während des Turniers Asyl in Down Under bekommen hatten. Hintergrund war, dass die Mannschaft vor dem Auftaktspiel die Nationalhymne nicht mitgesungen hatte. Im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als „Verräterinnen“, auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen und salutierten. 

„Stolz und dankbar“

„Gestern war einer der glücklichsten Tage meines Lebens. Ich bin unglaublich stolz und dankbar, nun offiziell australische Staatsbürgerin zu sein“, zitierte die Zeitung „Cairns Post“ aus einer Erklärung Pasandidehs. Nach allem, was sie und ihre Teamkollegin durchgemacht hätten, bedeute dieser Moment unendlich viel. „Es ist nicht nur eine Urkunde - es ist ein Neuanfang und ein Ort, den ich mit Stolz mein Zuhause nennen darf.“ Ramezanisadeh sprach von einem „unvergesslichen Tag“.

Das Schicksal des iranischen Teams hatte im März für großen Wirbel gesorgt. Fünf der Spielerinnen kehrten nach massivem Druck auf ihre Familien schließlich doch in den Iran zurück.

Pasandideh und Ramezanisadeh hingegen blieben in Australien, hielten an ihrem Asylantrag fest und erhielten zunächst humanitäre Visa. Zeitweise trainierten sie beim australischen Erstligisten Brisbane Roar. Bereits im April hatten die Sportlerinnen erklärt, sie hofften auf eine Profi-Karriere in Australien.

Der stille Protest beim Asien Cup hatte für großen Wirbel gesorgt. (Archivbild)Dave Hunt/AAP/dpa

Der stille Protest beim Asien Cup hatte für großen Wirbel gesorgt. (Archivbild)Dave Hunt/AAP/dpa

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