Heim-Comeback nach 1024 Tagen: Schalke erwartet die Bayern
Nach fast drei Jahren gibt endlich es wieder Bundesliga-Fußball auf Schalke. Mit dem FC Bayern wartet zum Comeback ein Gegner, der kaum größer sein könnte – und einige besondere Geschichten.
Schalke-Coach Miron Muslic blickt voller Vorfreude auf das Heim-Comeback in der Bundesliga. (Archivbild) Harry Langer/dpa
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1204 Tage nach dem letzten Bundesliga-Heimspiel steht der FC Schalke 04 gleich vor einer denkbar schweren Aufgabe. Auf die Mannschaft von Trainer Miron Muslic wartet „die maximale Herausforderung“, wie der 43-Jährige selbst vor der Partie gegen den FC Bayern München am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) betonte. Trotz klarer Rollenverteilung zwischen Aufsteiger und Rekordmeister geht Königsblau mit breiter Brust ins Duell.
Den Auftakt gegen die scheinbare Übermacht des deutschen Fußballs sieht Muslic nicht als Nachteil. „Wir haben viel investiert, um in der Bundesliga dabei zu sein. Jetzt müssen wir uns dem Wettbewerb stellen und gegen alle Mannschaften antreten, auch die Besten. Wir verspüren große Lust auf dieses Spiel“, sagte Muslic und hob lobend die „absolute Dominanz“ und „Gier“ des Gegners hervor. Dennoch sei seine Mannschaft „hoch motiviert“.
Schalke kennt seine Rolle
Zu Hause kann Schalke auf viel Selbstvertrauen bauen. In der vergangenen Zweitliga-Saison verloren die Königsblauen nur ein Heimspiel und sind seit 14 Ligapartien in der Arena ungeschlagen. Gegen Bayern dürfte diese Serie allerdings auf eine harte Probe gestellt werden. „Wir werden uns nicht aus der Bahn werfen lassen, egal wie das Spiel endet. Wir bleiben fest in unserer Überzeugung, wir bleiben fest auf unserem Weg, betonte Muslic dennoch.
Nach 1024 Tagen gibt es wieder Bundesliga-Fußball auf Schalke. (Archivbild) Bernd Thissen/dpa
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Trotz aller Vorfreude und des Heimvorteils in der mit mehr als 60.000 Zuschauern ausverkauften Arena weiß der ehemalige bosnisch-österreichische Fußballspieler um die klare Ausgangslage. „Wir haben eine gesunde Selbsteinschätzung, wir kennen unsere Rolle als Aufsteiger der Bundesliga“, sagte Muslic. Ohnehin sieht er sein Team nach dem missglückten Comeback im Fußball-Oberhaus mit dem 0:3 in Augsburg „noch nicht bei 100 Prozent“.
Džeko mit guter Bayern-Bilanz und Wiedersehen mit Kompany
Große Geschichten sind aber auch unabhängig vom Ausgang garantiert. Eine davon trägt den Namen Edin Dzeko. „Edin hat natürlich Erfahrung gegen große Mannschaften und auch Erfahrung gegen den großen FC Bayern München“, sagte sein Trainer. Gegen Bayern erzielte der 40-Jährige in seinen vergangenen fünf Bundesliga-Spielen vier Tore, darunter ein Doppelpack bei Wolfsburgs legendärem 5:1-Heimsieg auf dem Weg zur Meisterschaft im April 2009.
Schalke-Routiner Edin Dzeko (l) und Bayern-Coach Vincent Kompany waren bei Manchester City einst Mitspieler. (Archivbild) picture alliance / dpa
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„Es wird vom Spielverlauf abhängen, wie viele Minuten er bekommt. Aber er wird von Woche zu Woche, von Tag zu Tag fitter und kommt besser in Schwung“, so Muslic. Dzeko hatte bereits vor der Saison betont, wie sehr er sich auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Mitspieler und jetzigen Bayern-Coach Vincent Kompany freut. „Er ist mein Freund, mein Ex-Kapitän“, hatte Dzeko über seinen Ex-Mitspieler bei Manchester City gesagt.
Neuer vor wohl letzter Rückkehr
Auch Kompany sprach zuletzt mit großer Wertschätzung über den Bosnier, der am Donnerstag das Ende seiner Nationalmannschafts-Karriere in Bosnien-Herzegowina angekündigt hatte. „Was Edin in seiner Karriere gemacht hat, seitdem wir zusammen gespielt haben, ist schon Wahnsinn. Ich habe mich schon manchmal gewundert, ob ich zu früh aufgehört habe“, sagte Kompany nach dem Pokalsieg in Osnabrück.
Manuel Neuer startete seine Karriere auf Schalke. (Archivbild) picture alliance / dpa
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Nur zehn Tage jünger als Dzeko ist Manuel Neuer. Der frühere S04-Profi wird wohl ein letztes Mal im Bayern-Tor an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Arbeitslos will Schalke ihn dabei nicht lassen. „Wir können nicht 90 Minuten hohes Pressing spielen, aber wir können Umschaltmomente provozieren. Da haben wir sicher die eine oder andere Gelegenheit, wenn wir in unserer defensiven Struktur viel richtig machen. Das trauen wir uns zu“, sagte Muslic.