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Eintracht-Neuzugang Ebnoutalib: Tränen beim Debüt?

Der Deutsch-Marokkaner Younes Ebnoutalib wohnt nach seinem Wechsel nach Frankfurt erst mal wieder bei der Familie. Er fühlt sich bereit für die Bundesliga.

Von dpa

05.01.2026

Younes Ebnoutalib: extrem glücklich über den Wechsel zur Eintracht. (Archivbild) Harald Tittel/dpa

Younes Ebnoutalib: extrem glücklich über den Wechsel zur Eintracht. (Archivbild) Harald Tittel/dpa

© Harald Tittel/dpa

Younes Ebnoutalib ist auch nach seinen ersten Trainingseinheiten in Frankfurt „einfach nur stolz und dankbar“, dass er künftig für die Eintracht aufläuft. „Es ist mir eine Ehre, hier zu sein, für die eigene Stadt zu spielen. Ich versuche, alles reinzuhauen“, sagte der von der SV Elversberg gekommene Zweitliga-Torjäger bei seiner ersten Pressekonferenz beim hessischen Bundesligisten. 

Bei der Frage, ob er Chancen auf einen Startelf-Einsatz am Freitag gegen Borussia Dortmund sehe, wich Ebnoutalib aus, prophezeite aber für sein erstes Spiel im Adler-Trikot: „Ich glaube, da werden schon die Tränen fließen“. 

Die Eintracht hatte den in Frankfurt geborenen und aufgewachsenen 22-Jährigen mit einem Vertrag bis 2031 ausgestattet. Zuletzt wurde über eine Ablösesumme von rund acht Millionen Euro plus Bonuszahlungen spekuliert. Für ihn wurde damit ein „Kindheitstraum“ wahr, wie Ebnoutalib schon mehrfach betont hatte. Er habe schon bei der Vertragsunterschrift vergangene Woche die Tränen zurückhalten müssen. 

„Spieler sind aggressiver, körperlich stärker“

„Man merkt schon, dass es ein Sprung ist: im athletischen Bereich, die Spieler sind aggressiver, körperlich stärker“, sagte Ebnoutalib über seine ersten Eindrücke auf dem Platz. „Ich versuche, mich anzupassen, einfach nur Gas zu geben. Die Erwartungen hier sind sehr, sehr hoch. Jeder der herkommt, weiß das auch.“ 

Druck gehöre zum Leistungssport, damit müsse man umgehen können. Ob er schon erstligareif sei? „Man kann nie genug lernen, aber ich fühle mich schon bereit.“

Ungute Erinnerungen an Start in Perugia

Der Deutsch-Marokkaner spielte vor gut einem Jahr noch in der Regionalliga für den FC Gießen. Davor war er nach einer schwierigen Zeit beim AC Perugia ein halbes Jahr arbeitslos. An sein erstes Training in Italien erinnerte sich Ebnoutalib noch genau. „Da kam jemand auf mich zu und hat mich angeschrien, was ich hier mache. Ich hab’s erstmals gar nicht verstanden, dann hat er mich reingeschickt. Ich war 18 Jahre alt, wusste nicht, was abgeht“, erzählte er. 

Er habe in der Kabine mit seinem damaligen Berater telefoniert. „Das war schon eine sehr, sehr komische Situation, da wollte ich direkt das Ganze abbrechen, habe dann trotzdem weiter gemacht.“

Der Angreifer wohnt jetzt in Frankfurt erst mal wieder bei seiner Familie: „Wir wollen zusammen umziehen noch, das ist in Planung.“

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