Belästigung? WM-Spielerin beschuldigt Sicherheitsmitarbeiter
Der Tischtennis-Weltverband ITTF ermittelt bei der Team-WM in London in einem brisanten Fall: Ein Sicherheitsmitarbeiter der Londoner Arena soll eine Spielerin belästigt haben.
In der Londoner Wembley Arena findet derzeit die Team-WM im Tischtennis statt. (Archivbild)Gernot Hensel/EPA/dpa
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Bei der Tischtennis-Team-Weltmeisterschaft in London hat eine Spielerin Taiwans einen Belästigungsvorwurf gegen einen Mitarbeiter des Sicherheitspersonals erhoben. Das bestätigte auch der Weltverband ITTF. In einer Stellungnahme der ITTF ist von einem „unangemessenen Körperkontakt“ die Rede. Eine „umfassende Untersuchung zur Sachverhaltsaufklärung und zum Schutz der Athletinnen“ sei im Zusammenspiel mit dem Londoner Organisationskomitee (LOC) bereits eingeleitet worden.
Der Vorfall soll sich bereits am vergangenen Samstag dem ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (3:1) ereignet haben, als Taiwans Spielerinnen die Londoner Wembley Arena betreten wollten und dabei wie üblich einem Sicherheitscheck unterzogen wurden. Cheftrainerin Cheng Chia-chi schrieb in dem sozialen Netzwerk X von einer „äußerst ernsten und inakzeptablen Situation“. Es habe sogar „Anzeichen für mögliche sexuelle Belästigung“ gegeben.
Weltverband: „Völlig inakzeptabel“
Taiwans Tischtennis-Verband CTTTA machte den Vorfall auf seiner Internetseite öffentlich und forderte den Weltverband zu einer Ermittlung auf. Die betroffene Spielerin kam bei dieser WM nicht mehr zum Einsatz. Ihr Team schied einen Tag vor einem möglichen Viertelfinal-Duell mit den Europameisterinnen aus Deutschland mit 2:3 gegen Hongkong aus.
„Jeder Athlet hat das Recht, sich jederzeit und überall sicher, respektiert und geschützt zu fühlen. Das Beschriebene ist völlig inakzeptabel“, schrieb der Weltverband ITTF. „Wir möchten ganz klarstellen: Die Sicherheit und Würde unserer Athleten sind nicht verhandelbar.“