Sportmix

Aus Protest: Berlin ohne Stars zum Champions-League-Finale

TTC Eastside ist mit dem Vorgehen des europäischen Tischtennis-Verbandes nicht einverstanden. Beim Final-Four-Turnier der Champions League bleiben die Stars deshalb daheim in Berlin.

Von dpa

22.05.2026

Nina Mittelham setzt in der Champions League aus. (Archivbild)Jon Super/AP/dpa

Nina Mittelham setzt in der Champions League aus. (Archivbild)Jon Super/AP/dpa

© Jon Super/AP/dpa

Die Tischtennis-Frauen des TTC Berlin Eastside reisen aus Protest gegen das Vorgehen des europäischen Verbandes ETTU ohne ihre Stars zum Final-Four-Turnier in der Champions League. „Wir werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Turnier nicht supporten, da wir gegen dieses Final 4 sind“, sagt Eastside-Manager Andreas Hain vor dem Halbfinalspiel gegen den Gastgeber und Favoriten KTS Enea Siarkopol Tarnobrzeg (19.00 Uhr).

Das Finale in Polen bietet laut Hain dem Frauen-Tischtennis keine ausreichende Plattform und werde zum Verlustgeschäft für die Vereine. Eastside selbst hatte den Vorschlag eingebracht, das Finalturnier der Männer und Frauen gemeinsam an einem Ort auszuführen. 

„Lächerlich niedriges Preisgeld“

„Die ETTU nimmt uns unsere wichtigsten Heimspiele für unsere Fans, Sponsoren und die Medien ohne eine entsprechende Gegenleistung! Das Preisgeld ist so lächerlich niedrig, dass wir einen hohen Verlust einfahren werden“, sagte Hain. „Zudem hat die ETTU eine neue fragwürdige Champions League für nächste Saison eingeführt.“

Eastside schickt die junge Garde nach Tarnobrzeg, die dort Erfahrungen sammeln sollen: Die 19 Jahre alte Yuka Kaneyoshi ist in dieser Saison noch ungeschlagen. Die 16-jährige Josi Neumann und die 20-jährige Mia Griesel waren beim Titelgewinn im vergangenen Jahr mit dabei. Fehlen werden dagegen unter anderem die deutschen Nationalspielerinnen Nina Mittelham und Xiaona Shan.

Karte
Das könnte Sie auch interessieren