Stromproduktion: Anteil der Erneuerbaren wächst
Wind und Sonne liefern mehr als die Hälfte des deutschen Stroms. Doch auch die konventionellen Energieträger sind nach wie vor gefragt.
Wind und Sonne sind wichtige Stromlieferanten für Deutschland. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa
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In der deutschen Stromproduktion ist im ersten Halbjahr 2026 der Anteil der Erneuerbaren gestiegen. Windkraft, Sonne und Biogas lieferten 59,1 Prozent der ins Netz eingespeisten Strommenge, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 1,1 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien stieg um 6,5 Prozent auf 136,4 Milliarden Kilowattstunden.
Auch die aus konventionellen Energieträgern gewonnene Strommenge legte um 1,7 Prozent zu. Weil insgesamt mehr Strom erzeugt wurde, sank aber der Anteil der konventionellen Kraftwerke auf 40,9 Prozent nach 42,0 Prozent im ersten Halbjahr 2025. Bereits seit 2023 wird in Deutschland mehr Strom aus erneuerbarer Energie als aus fossilen Quellen gewonnen.
Nach Flaute bläst ein schärferer Wind
Wichtigster Energieträger blieb im ersten Halbjahr die Windkraft, deren Anteil in der Jahresfrist um 2,1 Punkte auf 29,4 Prozent gewachsen ist. Die starke Steigerung der Windstrommenge um 12,3 Prozent beruht aber wesentlich auf dem Basiseffekt, dass im ersten Halbjahr 2025 oft Flaute herrschte. Im langfristigen Vergleich wurde jetzt wieder ein durchschnittliches Niveau erreicht.
Deutschland hat beschlossen, spätestens 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen. (Archivbild)Thomas Banneyer/dpa
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Leicht um 0,5 Prozent gesunken ist die Strommenge aus den Kohlkraftwerken, die mit einem Anteil von 21,4 Prozent weiterhin zweitwichtigster Energieträger im deutschen Strommix bleiben. Die Photovoltaik legte um 3,5 Prozent zu und kommt auf einen Anteil von 17,8 Prozent an der gesamten Strommenge. Mit Erdgas wurden 16,5 Prozent des Stroms erzeugt. Die Strommenge legte hier um 6,4 Prozent zu.
Aus der Kohleverstromung will Deutschland schrittweise bis 2038 aussteigen, damit geht sogenannte gesicherte Leistung verloren. Die Bundesregierung hat den Neubau von Gaskraftwerken beschlossen, die die Stromversorgung sichern sollen, wenn Sonne und Wind zu wenig liefern.
Weniger Strom-Importe notwendig
Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im ersten Halbjahr um 8,7 Prozent auf 34,5 Milliarden Kilowattstunden. Dagegen stieg die exportierte Strommenge um 14,9 Prozent auf 33,9 Milliarden Kilowattstunden. Unter dem Strich wurden nur noch 0,6 Milliarden Kilowattstunden mehr Strom aus dem Ausland importiert als dorthin exportiert. Vor einem Jahr hatte der Importüberschuss noch 8,3 Milliarden Kilowattstunden betragen.
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland 230,6 Milliarden Kilowattstunden erzeugt und ins Netz eingespeist. Das waren 4,5 Prozent mehr Strom als in der ersten Hälfte des Vorjahres.
Viele Hausbesitzer haben sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach montieren lassen, der Staat fördert dies allerdings nicht mehr so wie in früheren Jahren. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa
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