Wissenschaft

Rheinwasserleitung genehmigt - Bau startet schon bald

Startschuss für die Transportleitung ins Rheinische Revier: Die Bauarbeiten können beginnen. In einigen Jahren sollen in den Braunkohle-Tagebauen dann Seen entstehen.

Von dpa

29.01.2026

Der Tagebau Hambach im Rheinischen Revier wurde von RWE betrieben.Henning Kaiser/dpa

Der Tagebau Hambach im Rheinischen Revier wurde von RWE betrieben.Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa

Die Bauarbeiten für die Rheinwassertransportleitung können starten. Die Pläne für den Bau und Betrieb sind von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigt worden. Mit Hilfe der 45 Kilometer langen Leitung soll Wasser aus dem Rhein durch unterirdisch verlegte Stahlrohre von Dormagen in die beiden großen Braunkohle-Tagebaue Hambach und Garzweiler fließen, wo Seen entstehen sollen.

Das Projekt wird von RWE durchgeführt. Der Bau soll nach Angaben des Energiekonzerns Anfang März an der ehemaligen Fernbandtrasse am Tagebau Hambach bei Elsdorf beginnen. Die Arbeiten für einen Leitungsabschnitt bei Dormagen und für das Verteilbauwerk bei Grevenbroich-Allrath starten bis zum Sommer. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen sollen dem Unternehmen zufolge bereits in den kommenden Tagen erfolgen.

Die Fertigstellung der Transportleitung ist für das Jahr 2030 vorgesehen. Anschließend soll der Tagebausee Hambach befüllt werden, ab 2036 der Tagebausee Garzweiler. Bis spätestens 2070 soll dies abgeschlossen sein. Der Hambacher See soll laut RWE dann ein Volumen von 4,3 Milliarden Kubikmetern und eine Größe von 35,5 Quadratkilometern haben, der kleinere Garzweiler See voraussichtlich 1,5 Milliarden Kubikmeter bei 22 Quadratkilometern.