Wissenschaft

Nordrhein-Westfalens Nahverkehr wird bestreikt

Die Gewerkschaft Verdi trommelt zum Warnstreik im Nahverkehr, Tausende Beschäftigte dürften ihre Arbeit niederlegen. Das hat wohl gravierende Folgen für Pendler, es werden viele Ausfälle erwartet.

Von dpa

27.02.2026

So sah es beim Warnstreik-Tag am 2. Februar aus. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

So sah es beim Warnstreik-Tag am 2. Februar aus. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa

Der Warnstreik in Nordrhein-Westfalens Nahverkehr hat begonnen. Die Arbeitskampfmaßnahmen seien wie geplant angelaufen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am frühen Freitagmorgen. Der Ausstand soll bis in die Nacht zu Sonntag andauern. Am Sonntag nehme die erste Frühschicht dann ihre Arbeit wieder auf, sagte der Sprecher. Beschäftigte in mehr als 30 kommunalen Betrieben in dem Bundesland sind zu dem Streik aufgerufen, bei den Firmen arbeiten gut 30.000 Beschäftigte.

Es wird mit dem Ausfall von zahlreichen Bussen, U-Bahnen und Stadtbahnen gerechnet. Fast ganz Nordrhein-Westfalen ist betroffen, darunter sind die Städte Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen, Dortmund, Hagen und Bielefeld. Nicht betroffen sind Aachen und Wuppertal. Um Regionalzüge und S-Bahnen geht es nicht, sie fahren ganz normal. 

Beim ersten Warnstreik im laufenden Tarifkonflikt am 2. Februar hatten nach Angaben von Verdi 12.000 Busfahrer, Triebfahrzeugführer und andere Beschäftigte mitgemacht, die Einschränkungen im Nahverkehr waren gravierend. Nun möchte Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, indem zwei Tage gestreikt wird. 

Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen mehr Geld und weniger Arbeitszeit für die Beschäftigten, um den Job attraktiver zu machen und dem Personalmangel entgegenzuwirken. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für unbezahlbar und überzogen. Für kommenden Montag ist die zweite Verhandlungsrunde geplant.

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