Bahn: Generalsanierung wird günstiger als geplant
Gut fünf Monate lang hat die Bahn die Strecke von Köln nach Hagen saniert. Es war eine Belastungsprobe für viele Pendler. Nun sind die Arbeiten fertig - pünktlich und im Kostenrahmen.
Für die bundesweit rund 40 geplanten Generalsanierungen investiert die Bahn Milliardensummen.Rolf Vennenbernd/dpa
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Die Deutsche Bahn zieht zum Ende der gut fünfmonatigen Generalsanierung der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen eine positive Bilanz. Die Arbeiten seien pünktlich abgeschlossen, und die Kosten seien sogar etwas niedriger ausgefallen als geplant. Die ursprünglich veranschlagten 800 Millionen Euro werde man um einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ unterschreiten, teilte das Unternehmen mit.
Nach mehr als fünf Monaten Bauzeit will die Bahn die Strecke am Freitagabend (21.00 Uhr) wieder freigeben. Gleichzeitig beginnt die Generalsanierung der Strecke von Troisdorf in die hessische Hauptstadt Wiesbaden. Genau wie zuletzt rund um Wuppertal müssen Reisende auch dort gut fünf Monate lang auf Ersatzbusse umsteigen, weil die Strecke für die Bauarbeiten voll gesperrt wird.
Ersatzbusse fuhren 6,1 Millionen Kilometer
Zwischen Köln, Wuppertal und Hagen habe man den Fahrgästen in den vergangenen Monaten viel abverlangen müssen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO, Philipp Nagl. Wegen der Streckensperrung mussten sie auf rund 200 Ersatzbusse umsteigen, die deutlich länger unterwegs waren als sonst die Züge.
6,1 Millionen Kilometer hätten die Busse seit Anfang Februar zurückgelegt. „Aber: Am Ende lohnt es sich“, versicherte Nagl. „Wir kommen voran, wir machen die Infrastruktur Schritt für Schritt wieder fit.“ Insgesamt seien 550 Menschen mit den Arbeiten an der Strecke beschäftigt gewesen.
Verkehrsminister fordert weitere Verbesserungen
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer mahnte zugleich an, dass die Bahn die Qualität des Zugverkehrs weiter verbessern müsse. „Das Ziel ist eine zuverlässigere Strecke. Daran muss weitergearbeitet werden: weniger Verspätungen, Störungen und Engpässe für eine Rückkehr zur Qualität, die die Fahrgäste zu Recht erwarten“, forderte er.