Zahl der queerfeindlichen Straftaten mehr als verdreifacht
In NRW ist die Zahl der queerfeindlichen Straftaten in vier Jahren stark gestiegen. Das Landeskriminalamt geht zudem von einem großen Dunkelfeld aus.
Queerfeindliche Straftaten sind stark gestiegen. (Symbolbild)Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
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Die Zahl der queerfeindlichen Straftaten hat sich in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen vier Jahren mehr als verdreifacht. Die Taten werden in der Kriminalitätsstatistik als Straftaten gegen die sexuelle Orientierung und gegen geschlechtsbezogene Diversität erfasst.
Waren 2022 noch 86 solche Straftaten erfasst worden, stiegen diese auf 284 im vergangenen Jahr. Zum Vorjahr 2024 betrug der Anstieg 28 Prozent. Das teilte das Landeskriminalamt NRW vor dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (17. Mai) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Allerdings sei Studien zufolge von einem großen Dunkelfeld auszugehen: Die Anzeigequoten bei Opfern von Hasskriminalität in diesem Phänomenbereich sind demnach gering.
Als „queer“ bezeichnen sich nicht heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Unter dem Sammelbegriff „queer“ fallen beispielsweise nicht heterosexuelle Menschen, Personen mit dem Geschlechtseintrag divers oder transidente und intergeschlechtliche Personengruppen.