Politik Inland

Wüst bekennt sich klar zum Berufsbeamtentum

Lehrer müssen oft dorthin, wo es richtig schwierig ist. Warum Wüst überzeugt ist, dass das nur mit echten Beamten klappt – und nicht so ohne weiteres mit Angestellten.

Von dpa

12.01.2026

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) verteidigt energisch das Berufsbeamtentum.Rolf Vennenbernd/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) verteidigt energisch das Berufsbeamtentum.Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich gegen Abstriche beim Berufsbeamtentum ausgesprochen. „Dieser Staat braucht das Berufsbeamtentum, und zwar einen anständig ausgestatteten“, sagte der CDU-Politiker bei der dbb-Jahrestagung in Köln. An wichtigen Stellen werde es nie ohne gehen.

Als Beispiel nannte er die unpopulären Lehrer-Abordnungen an Schulen mit dringendem Unterstützungsbedarf. „Wir haben Lehrerinnen und Lehrer tausendfach aus Regionen mit besserer Versorgung in Regionen mit schlechterer Versorgung abgeordnet“, berichtete er aus NRW. Viele Lehrkräfte müssten nach ihrem zweiten Staatsexamen zunächst für drei Jahre woanders hin als an die ihnen eigentlich zugewiesene Stammschule.

„Und in der Regel sind das jetzt auch nicht die einfacheren Schulen, sondern das sind die schwierigeren Schulen“, erklärte Wüst. „Versuch’s mal ohne Berufsbeamtentum.“ Manche dächten, das könne man doch auch mit Angestellten machen. „Nein, kannst du eben so nicht“, betonte Wüst. „Und deshalb stehe ich voll zum Beamtentum.“

Er teile in der Frage auch nicht die Ansicht von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der im vergangenen Jahr vorgeschlagen hatte, das Berufsbeamtentum auf Kernbereiche wie Polizei, Feuerwehr, Zoll und Finanzbehörden zu beschränken. Linnemann habe sich dabei auf die Bundesebene bezogen, sagte Wüst. „Ich fange solche Debatten hier nicht an. Ich habe andere Probleme und andere Herausforderungen.“

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