Politik Inland

Weiterer Atommüll soll bald nach Ahaus gebracht werden

Nach dem ersten störungsfreien Castor-Transport stehen weitere 151 Behälter bereit. In den nächsten Monaten sollen die Schwerlast-Konvois über die Straßen rollen.

Von dpa

25.03.2026

Mehr als 150 Castor-Behälter müssen noch von Jülich nach Ahaus verlagert werdenChristoph Reichwein/dpa

Mehr als 150 Castor-Behälter müssen noch von Jülich nach Ahaus verlagert werdenChristoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

Nach dem störungsfreien Transport des ersten Atommüll-Behälters sollen in den nächsten Monaten auch die verbleibenden 151 Castor-Behälter von Jülich nach Ahaus gebracht werden. Das teilte die für das Zwischenlager Ahaus zuständige bundeseigene BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mit. 

Die Transporte führt ein spezialisiertes Logistikunternehmen im Auftrag der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) durch. Der sichere Abtransport der Behälter habe für die JEN oberste Priorität, erklärte die technische Geschäftsführerin Beate Kallenbach-Herbert. „Der erste Transport ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der behördlichen Anordnung.“

Hintergrund ist die Anordnung der NRW-Atomaufsicht aus 2014, das Zwischenlager in Jülich zu räumen. Die JEN setze diese Anordnung nun schrittweise um. 

Höchste Sicherheitsstandards für gelagerte Castoren

Markus Röder, Hauptabteilungsleiter bei der BGZ, verwies auf die jahrelangen Erfahrungen mit Castor-Behältern. „In Ahaus greifen wir auf umfangreiche Erfahrung zurück, da hier bereits 305 baugleiche Behälter aus Hamm-Uentrop mit identischem Inventar lagern“, sagte Röder. „Wir werden auch die Behälter aus Jülich nach höchsten Sicherheitsstandards aufbewahren und so den Schutz von Menschen und Umwelt gewährleisten.“

Der erste Castor-Transport von Jülich nach Ahaus hatte in der Nacht zum Mittwoch nach 170 Kilometern ohne besondere Zwischenfälle sein Ziel erreicht.

Karte
Das könnte Sie auch interessieren
Im Auftrag von Bundespolizei und Europol sicherten Einsatzkräfte mögliches Beweismaterial. Markus Gayk/dpa
Update -

Politik Inland

zur Merkliste

Aktionen gegen kriminelle Schleuser an mehreren Orten

Europol und Bundespolizei gehen in Essen und auch an anderen Orten gegen kriminelle Schleuser vor. Bringen sie Boote mit Flüchtlingen über den Ärmelkanal nach Großbritannien?