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„Raum geben“ - Marien-Wallfahrt in Kevelaer beginnt

Seit rund 380 Jahren suchen Gläubige in Kevelaer am Niederrhein Trost an einem Marienbild. Hunderttausende werden wieder erwartet. „Raum geben“ lautet das Motto angesichts globaler Krisen.

Von dpa

01.05.2026

Marienwallfahrt in Kevelaer am Niederrhein: Im Mittelpunkt steht ein Marienbild in der „Gnadenkapelle“. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa

Marienwallfahrt in Kevelaer am Niederrhein: Im Mittelpunkt steht ein Marienbild in der „Gnadenkapelle“. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

   Unter dem Motto „Raum geben“ beginnt heute in Kevelaer am Niederrhein die für viele Katholiken wichtige Marienwallfahrt. Der Erzbischof von Paderborn Udo Markus Bentz wollte die Eröffnungsfeier zelebrieren. Die Wallfahrt findet seit rund 380 Jahren statt. Mit Hunderttausenden Besuchern während der Wallfahrtssaison bis zum 1. November gilt Kevelaer als zweitgrößter Pilgerort in Deutschland hinter Altötting in Bayern.

Hauptziel der Gläubigen ist die Gnadenkapelle mit dem Marienbild „Trösterin der Betrübten“. Angesichts leerer Kassen und Krisen rund um das Sozialsystem, das Klima und die Weltpolitik gebe der Pilgerweg Fragen und Nöten einen Raum, erklärte die Wallfahrtsleitung das Motto.

Das Pilger-Treiben in Kevelaer ist jedes Jahr vielfältig: Bekannt ist etwa die Motorradwallfahrt, bei der rund 1.000 Motorradfahrer Anfang Juli sich und ihre Maschinen segnen lassen und anschließend eine Party auf dem Kapellenplatz feiern. Es gibt zahlreiche Fuß-, Rad- oder Buswallfahrten und Anfang Juni eine Wallfahrt der Drehorgelspieler.

Mit Hammerschlägen wird die Wallfahrt eröffnet - hier ein Archivbild von 2024. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa

Mit Hammerschlägen wird die Wallfahrt eröffnet - hier ein Archivbild von 2024. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

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