Politik Inland

Raketen gegen Kiew und Charkiw

Russland beendet wohl die Pause in den Angriffen gegen ukrainische Kraftwerke. Sowohl Kiew als auch Charkiw werden in der Nacht von ballistischen Raketen getroffen, wieder kommen Menschen zu Schaden.

Von dpa

03.02.2026

Russische Raketen zielten in der Nacht wohl erneut auf ukrainische Energieanlangen ab. (Archivbild)-/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Russische Raketen zielten in der Nacht wohl erneut auf ukrainische Energieanlangen ab. (Archivbild)-/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

© -/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw sind in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden. Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko berichtete auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen.

Später hieß es, es seien mehrere Wohngebäude in Kiew getroffen worden. Zudem sei ein Kindergarten in Brand geraten, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Zwei Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden.

Die Großstadt Charkiw im Osten des Landes wurde in der Nacht nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow von mindestens zwei Raketen getroffen. Zudem habe es einen „Massenangriff“ mit Kampfdrohnen gegeben. Auch Gouverneur Oleh Synjehubow berichtete von russischen Angriffen, in deren Verlauf mindestens ein Mensch verletzt wurde. 

Saporischschjas Militärverwalter Iwan Fedorow teilte am frühen Morgen auf Telegram mit, dass in einem Vorort eine 38-jährige Frau bei einem Drohnenangriff ums Leben gekommen sei.

Begrenzte Feuerpause auf Energieanlagen nun vorbei?

Russland führt seit vier Jahren Krieg in der Ukraine. Systematisch hat das russische Militär dabei auch Kraft- und Umspannwerke außer Gefecht gesetzt. Die Ukraine ist in diesem Winter damit in die schwerste Energiekrise seit Kriegsbeginn geraten - bei starkem Frost. 

In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Kremlchef Wladimir Putin auf seine Bitte zugesagt habe, die Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine zu pausieren. Moskau bestätigte dies zunächst. Die jüngsten Angriffe deuten jedoch darauf hin, dass diese begrenzte Feuerpause inzwischen beendet ist.

Vertreter Russlands und der Ukraine wollten sich am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi zu einer neuen Verhandlungsrunde über ein mögliches Kriegsende treffen.

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