Politik Inland

Prozess gegen mutmaßlichen Hisbollah-Anhänger

Er soll in den Libanon gereist sein, um sich von der Hisbollah an Schuss- und Kriegswaffen ausbilden zu lassen. Zurück in Berlin gerät er in den Fokus von Ermittlern. Nun kommt er vor Gericht.

Von dpa

13.01.2026

Aufgrund von Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft soll ein mutmaßlicher Hisbollah-Anhänger vor Gericht kommen. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

Aufgrund von Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft soll ein mutmaßlicher Hisbollah-Anhänger vor Gericht kommen. (Symbolbild)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Rund neun Monate nach seiner Verhaftung kommt ein mutmaßlicher Hisbollah-Anhänger ab heute (9.30 Uhr) in Berlin vor Gericht. Der inzwischen 30-Jährige soll sich zwischen Dezember 2023 und April 2025 als Mitglied der Miliz betätigt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Berliner die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, Umgang mit Kriegswaffen und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor. 

Der Staatsschutzsenat des Berliner des Kammergerichts hat nach eigenen Angaben zunächst 13 Prozesstage bis zum 10. März geplant. Der Angeklagte mit deutscher Staatsangehörigkeit war am 15. April bei einer Razzia in einer Neuköllner Wohnung festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. 

Er soll 2023 in den Libanon ausgereist sein, um sich dort von der Miliz an Schuss- und Kriegswaffen ausbilden zu lassen, wie es bei Anklageerhebung von der Generalstaatsanwaltschaft hieß. Darüber hinaus soll der 30-Jährige nach den Ermittlungen von Berlin aus in sozialen Netzwerken Propagandabeiträge veröffentlicht haben, die die Hisbollah verherrlichten und deren Ziele unterstützten.

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