Polizei startet Großeinsatz für Castor-Transport
Ein Großaufgebot der Polizei soll den Atommüll-Transport begleiten. Protestierende dürfen nach einer Gerichts-Eilentscheidung leuchtende Kreuze zeigen. Welche Einschränkungen dennoch bleiben.
Gegen den Castor-Transport gibt es Proteste.Federico Gambarini/dpa
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Zum Schutz eines Castortransports von Jülich nach Ahaus ist ein größerer Polizeieinsatz angelaufen. Das hat die Polizei mitgeteilt. Der Einsatz habe am Standort Jülich begonnen. Die Polizei werde den Transport der radioaktiven Abfälle bis ins westfälische Ahaus begleiten, um ihn abzusichern.
Es sei ein Bürgertelefon geschaltet worden, an dem Fragen zum Einsatz beantwortet werden, teilte die Polizei weiter mit. In Jülich kamen rund 20 Demonstranten zu einer Mahnwache zusammen.
Das Verwaltungsgericht Münster hat einem Eilantrag von Castor-Gegnern teilweise stattgegeben. Das sagte ein Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Demonstranten dürfen nun auf Autobahnbrücken bei Bottrop demonstrieren - allerdings nicht unmittelbar über der Fahrbahn, auf der die Castor-Transporte erwartet werden.
Zudem hatte die Polizei den Demonstranten auch das Verwenden beleuchteter Kreuze untersagt. Das Verbot hob das Gericht im Eilverfahren auf. Dort, wo die Atommüllgegner demonstrieren dürfen, gehe von den Kreuzen keine unmittelbare Gefahr aus, befand das Gericht.
Gegner der Castor-Transporte zogen mit einem Eilantrag vor Gericht. (Symbolbild)David Ebener/dpa
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Das Verwaltungsgericht Münster gab einem Eilantrag von Castor-Gegnern teilweise statt. Federico Gambarini/dpa
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