Politik Inland

Nouripour beklagt Gestank im Bundestag

Seit einem Vierteljahrhundert ist Berlin wieder der Sitz des Deutschen Bundestags. Vieles wurde hier vor dem Umzug aus Bonn schnell saniert - aber offenbar nicht gründlich genug. Und das hat Folgen.

Von dpa

09.01.2026

Führen Baumängel am Bundestag dazu, dass es dort stinkt? Vizepräsident Nouiripour beklagt das.Soeren Stache/dpa

Führen Baumängel am Bundestag dazu, dass es dort stinkt? Vizepräsident Nouiripour beklagt das.Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Baumängel führen nach Angaben von Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour dazu, dass es im Plenarbereich des Reichstagsgebäudes und im Jakob-Kaiser-Haus regelrecht stinkt. Einst seien für die Abflüsse sogenannte SML-Rohre eingesetzt worden - und das auch waagrecht. „Das führt dazu, dass sie schneller korrodieren, Abwasser sammelt sich, Schwefelsäure entsteht, beschädigt die Rohre, und es stinkt“, sagte Nouripour dem „Spiegel“. 

Der waagrechte Einbau sei nicht sonderlich schlau gewesen. „Das weiß jeder Fachmann.“ Der Grünen-Politiker ist auch Vorsitzender der Baukommission des Bundestags. 

Weitere Mängel wie etwa undichte Stellen auf den Dächern der Bundestagsbauten seien inzwischen überwiegend behoben worden. „Aber das ist leider nicht auf Dauer.“ Auch hier zeige sich jetzt, mehr als 20 Jahre nach Inbetriebnahme des Bundestags in Berlin, dass damals beim Bauen Fehler gemacht worden seien. „Da wurde zu sehr auf Schönheit und weniger auf Verlässlichkeit geachtet. Das rächt sich jetzt“, sagte Nouripour. 

Nach seinen Angaben besteht insgesamt ein enormer Sanierungsbedarf beim Bundestag und den Büros für Abgeordnete und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Zwei Drittel der Gebäude müssen in den nächsten 20 Jahren saniert werden.“

Karte
Das könnte Sie auch interessieren
Die USA wollen die größte Insel der Erde unter ihre Kontrolle bringen. Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Update -

Politik Inland

zur Merkliste

Grönlands Politik: Wollen keine Amerikaner sein

US-Präsident Trump will das offiziell zu Dänemark gehörende Grönland unter seine Kontrolle bringen. Das wird nicht nur in Kopenhagen abgelehnt. Nato-Partner sind besorgt.