Minister plaudern über Wege ins Amt: „Was mit Landmaschinen“
Zwei Bauernkinder kommen ins Ministeramt - auf sehr unterschiedlichen Wegen. Arbeitsminister Laumann und Schulministerin Feller hätten das selbst nie geglaubt.
Zwei Minister plaudern aus dem Nähkästchen: Wie sind Karl-Josef Laumann und Dorothee Feller eigentlich Minister geworden?Christoph Reichwein/dpa
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Wie arbeitet man sich als Maschinenschlosser mit Hauptschulabschluss hoch ins Ministeramt? „Da habe ich auch nie dran geglaubt“, erzählte Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann schmunzelnd in Düsseldorf. Bei einer Pressekonferenz zur Berufsorientierung gab der CDU-Politiker launige Einblicke, wie diese außergewöhnliche Karriere einst für den kleinen Dorfjungen aus Riesenbeck im Münsterland begann.
„Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden“, erzählte der 69-Jährige. Die Kinder im Dorf hätten damals sowieso jeden Betrieb in der Region gekannt. „Es war einfach so, man ging dann nach der Schule mal hin und guckte.“ Ob beim Bäcker, Schreiner oder Schmied - nirgendwo sei man weggeschickt worden.
Nie eine Bewerbung geschrieben
„So, und dann stand für mich natürlich fest, als jemand, der vom Bauernhof kommt, dass ich schon gerne was mit Landmaschinen machen möchte“, erinnerte sich Laumann. „Dann habe ich halt in der Landmaschinenbranche Maschinenschlosser gelernt. So war das.“
Bewerbungen habe er nie geschrieben, verriet der Vater dreier erwachsener Kinder. „Ich bin mit meinem kleinen Fahrrad dahingefahren und habe gefragt, ob ich da anfangen kann.“ 15 Jahre alt sei er damals gewesen. Und der Lehrherr habe geantwortet, am 1. August könne er um 7 Uhr antreten. „Aufnahmeprüfung und so war damals noch nicht so angesagt.“
Pastor machte die Lehrstellen klar
Er könne sich an überhaupt kein Kind erinnern, das nach der Schulentlassung ohne Lehrstelle übriggeblieben sei. „Erst mal hatten sowieso fast alle eine, und wer dann keine hatte, da kümmerte der Pastor sich drum“, verriet Laumann. „Wenn er bei Kolping war, saßen da die ganzen Handwerksmeister, dann hat er das geregelt. Das war schon eine interessante Zeit.“
Feller hatte das Schulministerium nicht auf ihrem Karrierezettel
Etwas weniger unkonventionell ließ sich dagegen die Karriere von Schulministerin Dorothee Feller (CDU) an. „Uns eint, dass wir beide vom Bauernhof kommen, aber ich habe dann letztendlich das Abitur gemacht“, erzählte die Juristin und Verwaltungsexpertin. „Ich habe aber nie vorgehabt, Ministerin zu werden.“