Politik Inland

Gedenken an Kriegstote an zahlreichen Orten Thüringens

Ministerpräsident Voigt mahnt: „Frieden ist Auftrag und tägliche Verpflichtung.“ Wie Thüringen am Volkstrauertag an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert.

Von dpa

16.11.2025

Mehr als 700 Kriegstote aus verschiedenen Ländern ruhen in Altenburg - darunter auch unbekannte Soldaten. Zum Volkstrauertag mahnen Thüringens Politiker zu Verantwortung und Frieden. (Symbolbild)Federico Gambarini/dpa

Mehr als 700 Kriegstote aus verschiedenen Ländern ruhen in Altenburg - darunter auch unbekannte Soldaten. Zum Volkstrauertag mahnen Thüringens Politiker zu Verantwortung und Frieden. (Symbolbild)Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

An zahlreichen Orten in Thüringen wurde am Volkstrauertag 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den weltweiten Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Die zentrale Veranstaltung für Thüringen fand in diesem Jahr nach Angaben des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge auf dem städtischen Friedhof in Altenburg statt.

Ministerpräsident Mario Voigt hob die Bedeutung des Kriegsgedenkens hervor. Frieden sei keine Selbstverständlichkeit, sondern Auftrag und tägliche Verpflichtung, mahnte der CDU-Politiker in einer Mitteilung des Volksbundes. „Die über 20.000 Kriegsgräber auf Thüringer Boden erinnern uns sichtbar an unzählige Schicksale, an Leid und Verlust, aber auch an unsere Verantwortung, aus dieser Geschichte zu lernen.“

Linke Co-Vorsitzender kritisiert Wehrdienstgesetz

Thüringens Bildungsminister und Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Christian Tischner, rief zu gemeinschaftlichem Engagement für Frieden und Menschenrechte auf. „Das Leid gegenwärtiger Kriege und Konflikte mahnt uns eindringlich“, so der CDU-Politiker. 

Der Co-Vorsitzende der Thüringer Linken, Ralf Plötner, erinnerte anlässlich des Kriegsgedenkens an die Opfer aktueller gewaltsamer Konflikte in der Welt. Es brauche „eine klare Position gegen Kriegstüchtigkeit, Militarisierung und Aufrüstung“, so Plötner. „Das Wehrdienstgesetz und die verpflichtende Musterung junger Männer gehören nicht dazu.“ 

700 Kriegstote aus zahlreichen Ländern in Altenburg bestattet

Auf dem städtischen Friedhof Altenburg sind nach Angaben des Volksbundes mehr als 700 Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie Opfer von Gewaltherrschaft bestattet - darunter Deutsche, Sowjetbürger, Franzosen, Polen, Ungarn und viele Unbekannte. 

Der Volkstrauertag wird seit 1952 jedes Jahr zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen. Mit Veranstaltungen, Gottesdiensten auf Friedhöfen und Gedenkorten wird an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft erinnert. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden wehen am Volkstrauertag auf halbmast.

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