Panorama

Winterliches Sturmtief bringt „extreme Wetterlage“

Viel Schnee, starker Wind und Glatteis machen die Straßen laut dem Deutschen Wetterdienst am Freitag besonders gefährlich. Winterdienste und Kliniken bereiten sich vor. Wie riskant wird der Wintertag?

Von dpa

08.01.2026

Reichlich Neuschnee, starker Wind und Glätte - für Freitag müssen sich die Winterdienste laut DWD auf viele Einsätze einstellen. (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa

Reichlich Neuschnee, starker Wind und Glätte - für Freitag müssen sich die Winterdienste laut DWD auf viele Einsätze einstellen. (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa

© Frank Hammerschmidt/dpa

Eis auf den Straßen, schlechte Sicht und Schneeverwehungen: Angesichts der Warnungen vor einem Sturmtief am Freitag rufen Behörden zu besonderer Vorsicht auf. Kliniken stellen sich auf Verletzte nach Stürzen und Unfällen ein. Die Winterdienste in Berlin und Brandenburg sind gefordert. Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zu Hause bleiben und das Auto stehen lassen, raten Wetterdienste und das Brandenburger Verkehrsministerium. 

Viel Schnee, Sturm und Glatteis 

„Das wird schon eine extreme Lage“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam zum Winterwetter am Freitag. Über Berlin und Brandenburg zieht ein Sturmtief durch. Es bringt Schneefall, teils gefrierenden Regen und starken Ostwind. Bis zu zehn Zentimeter Schnee können am Vormittag fallen, wie der DWD-Wetterfachmann sagte. Im Süden Brandenburg könne der Niederschlag dann in Regen übergehen. 

In manchen Regionen treten nach der bisherigen DWD-Prognose Windböen mit 50 bis 60 Kilometern in der Stunde auf. Es gibt Schneeverwehungen. Auch Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr sind möglich - in Gebieten, in denen „der Wind durchpeitschen kann“, so der Meteorologe.

Notaufnahmen auf Stürze eingestellt

Der leitende Oberarzt der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, Bernhard Fleischer, sagte auf Anfrage: „Die derzeitigen Witterungsbedingungen stellen eine besondere Herausforderung dar und bergen ein erhöhtes Risiko für Stürze und Unfälle.“ Die Notaufnahme sei personell und organisatorisch auf ein womöglich erhöhtes Patientenaufkommen vorbereitet. Bereits in den vergangenen Tagen führte Glatteis zu einer erhöhten Zahl von Verletzten. 

An der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem in Cottbus behandelte die Notaufnahme Brüche an Sprunggelenken und im Arm, wie das Krankenhaus mitteilte. „Es werden aktuell mehr Leute mit Knochenbrüchen behandelt, die aufgrund des Wetters der vergangenen Tage gestürzt sind.“

Verkehrsminister: Fahrten verschieben

Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) rät, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verschieben oder deutlich mehr Zeit einzuplanen. Der Winterdienst des Landes sei mit Räum- und Streufahrzeugen unterwegs. „Unsere Teams sind im ganzen Land im Einsatz, wenn alle ein bisschen mehr Rücksicht nehmen und den Fahrstil anpassen, kommen wir gemeinsam besser durch diesen Wintertag.“

Am Freitag soll es bis zu zehn Zentimeter Neuschnee geben. (Archivbild)  Patrick Pleul/dpa

Am Freitag soll es bis zu zehn Zentimeter Neuschnee geben. (Archivbild) Patrick Pleul/dpa

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