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Von Assel bis Spinne: So locken Sie Nützlinge in den Garten

Weniger Ordnung, mehr Leben: Wilde Ecken und totes Holz machen den Garten zum Paradies für Nützlinge. Welche Pflanzen und Tricks Artenvielfalt direkt vor der Haustür fördern.

Von dpa

03.04.2026

Nicht gerade beliebt, aber äußerst nützlich: Spinnen sind unterschätzte Helfer im Garten.Jens Kalaene/dpa/dpa-tmn

Nicht gerade beliebt, aber äußerst nützlich: Spinnen sind unterschätzte Helfer im Garten.Jens Kalaene/dpa/dpa-tmn

© Jens Kalaene/dpa/dpa-tmn

Spinnen, Asseln und Co. haben ein Imageproblem, sie gehören nicht zu den beliebtesten Gartenbewohnern. Dennoch sind sie nützliche Helfer - etwa, weil sie Schädlinge fressen oder selbst Nahrung für andere Arten sind. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gibt Tipps, wie man Nützlinge unterstützt.

Mehr Natur – mehr Nützlinge

Ein guter (und fauler) Anfang: sich zu viel Ordnung im Garten verkneifen und stattdessen wilde Ecken zulassen. Indem man totes Holz liegen lässt, schafft man Bereiche für Insekten, die feucht und geschützt sind. In solchen Haufen leben etwa Spinnen, Asseln und auch Käferlarven, die Igel besonders gern fressen.

Wer Kletterpflanzen und Hecken im Garten hat, bietet Vögeln ein geschütztes Plätzchen. Generell führt ein dichter Bewuchs dazu, dass sich Insekten und kleine Säugetiere wohler fühlen. 

Ein Teich mit flachen Uferzonen und viel Vegetation schafft einen Lebensraum für Libellenlarven und andere Wasserbewohner wie Frösche. Auf Fische am besten verzichten, da sie Laich und Larven fressen.

Auch so unterstützen Sie kleine Gartenhelfer:

  • Beete dicht bepflanzen
  • Rasen seltener mähen
  • heimische Wildstauden, Sträucher und Kräuter pflanzen
  • flache Schalen mit Wasser platzieren
  • Komposthaufen anlegen
  • torffreie Erde verwenden
  • auf Glyphosat und andere Pestizide verzichten

Wie Insekten im Garten helfen

Je mehr Nützlinge im Garten leben, desto besser sind Kulturpflanzen geschützt. 

Ein erster wichtiger Schritt ist, vermeintliche Schädlinge wie Blattläuse und Raupen zu tolerieren. Denn sie dienen als Nahrung für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Bei Marienkäfern, Wespen, Heuschrecken und Käfern etwa stehen Blattläuse, Raupen oder Schneckenlarven auf dem Speiseplan.

Doch Nützlinge können noch mehr: Asseln zersetzen abgestorbenes Laub und machen daraus wertvollen Humus für den Boden. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen sorgen für fruchtbare Böden und gute Bedingungen für den Anbau von Obst und Gemüse. Auch Ameisen zersetzen organisches Material, bauen Humus auf und belüften den Boden.

Mit den richtigen Pflanzen kann man Nützlinge in den Garten locken. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat dafür einige Beispiele:

  • Marienkäfer durch Heckensträucher und Wildkräuter wie Minze, Kornblume, Ringelblume oder Schafgarbe
  • Schlupfwespen mit Doldenblütlern wie Gelbe Schafgarbe oder Großer Engelwurz
  • Laufkäfer mit Hilfe von Klee, Hecken und Bodendeckern
Marienkäfer fressen Blattläuse und helfen so, Pflanzen im Garten gesund zu halten.picture alliance/dpa

Marienkäfer fressen Blattläuse und helfen so, Pflanzen im Garten gesund zu halten.picture alliance/dpa

© picture alliance/dpa

Ein Hauch Wildnis: Dichter Bewuchs schenkt Insekten und kleinen Tieren ein Zuhause.Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

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© Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

Wo Wasser ist, ist Leben: Der Gartenteich zieht Frösche und viele andere Tiere an.Julia Bresching/dpa-tmn

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© Julia Bresching/dpa-tmn

Flache Wasserschalen mit Ausstiegshilfe versorgen Insekten, Vögel und Co. an heißen Tagen.Christin Klose/dpa-tmn

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© Christin Klose/dpa-tmn

Ein Komposthaufen bietet Nützlingen Nahrung und Schutz und zieht viele Gartenhelfer an.Christin Klose/dpa-tmn

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