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Urteilsverkündung im Prozess um jahrelang weggesperrtes Kind

Eine Achtjährige wird nach jahrelanger Isolation aus einem Haus in NRW befreit. Das Landgericht Siegen will gegen ihre Mutter und ihre Großeltern nun das Urteil verkünden.

Von dpa

04.05.2026

Nun wird ein Urteil gegen die drei Anklagten erwartet. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa

Nun wird ein Urteil gegen die drei Anklagten erwartet. (Archivbild)Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Im Fall eines jahrelang eingesperrten Mädchens in Attendorn im Sauerland wird am Montag (4. Mai) das Urteil gegen die angeklagte Mutter und die Großeltern des Kindes erwartet. Das Landgericht Siegen will am Nachmittag (15.00 Uhr) kurz seine Entscheidung verkünden. Danach müssen Zuhörer und Medien den Gerichtssaal wieder verlassen. Der Strafprozess hatte Anfang Februar neu begonnen, nach der Anklageverlesung wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. 

Im September 2022 war das damals achtjährige Mädchen aus dem Haus der Großeltern im Kreis Olpe befreit worden - es hatte massive psychische, körperliche und sozial-emotionale Störungen. Die Mutter soll ihre Tochter seit Juli 2015 mehr als sieben Jahre lang versteckt und komplett isoliert haben. Sie durfte laut Anklage nie draußen spielen, hatte keine Kita oder Schule besucht. Die Mutter ist wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Körperverletzung, Verletzung von Fürsorge- und Erziehungspflichten und Freiheitsberaubung angeklagt. Die Großeltern mütterlicherseits sind wegen Beihilfe angeklagt.

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